Modernisierung des serbischen Nahverkehrs im Vorfeld der Expo
24.5.2026
Die serbische Regierung hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem der Staat eine Garantie für ein Darlehen in Höhe von rund 47 Millionen Euro übernimmt. Die Mittel sind für die Beschaffung von 30 neuen elektrischen Triebzügen für das städtisch-vorstädtische Eisenbahnsystem vorgesehen und dienen der weiteren Modernisierung des Schienenverkehrs, insbesondere des Belgrader Zugsystems und angrenzender Vorortlinien. In der Begründung wird betont, dass der bestehende Fahrzeugpark weitgehend veraltet ist und durch häufige Störungen sowie hohe Wartungskosten belastet wird. Die Anschaffung neuer Züge wird daher als strategisch bedeutende Investition eingestuft – nicht zuletzt im Hinblick auf die "Expo 2027" in Belgrad, für die ein deutlich steigendes Fahrgäst*innenaufkommen sowie ein zuverlässigeres und leistungsfähigeres Bahnnetz erwartet werden. Die Beschaffung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem spanischen Unternehmen CAF, mit dem die serbische Bahngesellschaft Srbijavoz bereits einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hat. Das Vorhaben wird im Rahmen eines serbisch-spanischen Abkommens über finanzielle und technische Kooperation im Infrastrukturbereich umgesetzt und umfasst auch die Wartung der Züge nach Ablauf der achtjährigen Garantiefrist.