Nach Missbrauch von Firmenkarte kündigt Zagreber Stadtwerke-Manager

25.6.2026

Die Negativschlagzeilen zu städtischen Führungskräften in Zagreb häufen sich aktuell. Neuestes Beispiel ist der nun ehemalige Direktor der Stadtwerksfiliale "Digitale Stadt - Zagreb" und Mitglied der Partei Wir können's! (M) Filip Jurišić, der am 24. Juni 2026 überraschend zurückgetreten ist. Auslöser war eine interne Kontrolle, bei der festgestellt wurde, dass Jurišić eine private Rechnung für eine Trauerfeier in Höhe von 936 Euro mit der Firmenkarte bezahlt und als geschäftlichen Termin angegeben hatte. Bürgermeister Tomislav Tomašević (M) erklärte, dass ein solches Verhalten "absolut inakzeptabel sei". Zudem erklärte er, dass Jurišić auch aus der Partei entlassen wurde. Bis zur Ernennung eines neuen Direktors wird der Verwaltungsrat der Stadtwerke die Filiale leiten. Zudem erklärte Bürgermeister Tomašević, dass auch weitere Rechnungen geprüft werden könnten. Der Fall könnte für den Ex-Direktor auch ein strafrechtliches Nachspiel haben. Es bestehen bereits Präzedenzfälle, wonach hochrangige Funktionär*innen für private Essen auf Kosten der Steuerzahler*innen verurteilt wurden.​

Quelle: 24sata.hr, Zagreb