Neue Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden des Prager Verkehrsbetriebs
10.4.2026
Der Prager Verkehrsbetrieb (DPP) hat ein umfangreiches Energiesparprojekt an mehreren ihrer zentralen Standorte erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken und gleichzeitig die Betriebskosten zu reduzieren. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 32,6 Millionen Euro, während in den kommenden zehn Jahren garantierte Einsparungen von etwa 6,2 Millionen Euro erwartet werden. Rund 16,2 Millionen Euro stammen aus dem EU-finanzierten Nationalen Wiederaufbauplan. Die Maßnahmen wurden an vier wichtigen Standorten umgesetzt, darunter im U-Bahn-Depot Kačerov, in der zentralen Leitstelle sowie in weiteren Betriebsanlagen. Das Projekt wurde im Rahmen eines sogenannten EPC-Modells realisiert, bei dem die beteiligten Unternehmen die Einsparungen vertraglich garantieren. Im Zuge der Modernisierung wurden sowohl bauliche als auch technische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Dämmung von Gebäuden, der Austausch von Fenstern sowie die Erneuerung von Heizungs-, Lüftungs-, Kühl- und Beleuchtungssystemen. Ergänzend wurden Photovoltaikanlagen installiert, die zur Eigenversorgung mit Strom beitragen. Die Photovoltaikanlage am Depot Kačerov gilt nun als größte Fassadenanlage dieser Art in Tschechien und produziert jährlich mehr als eine Gigawattstunde Strom, die direkt für den Betrieb der Anlage genutzt wird. Ein Teil der erzeugten Energie kann zudem in das Verkehrssystem eingespeist werden. Durch die Maßnahmen reduziert das Unternehmen nicht nur seinen Energieverbrauch, sondern auch seine CO2-Emissionen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die langfristige Energieeffizienz der städtischen Infrastruktur. Die Stadt will ähnliche Modelle künftig verstärkt in anderen öffentlichen Gebäuden einzusetzen.