Neuer Kurs im Berliner Nahverkehr sorgt für Kritik
20.3.2026
Der neue Nahverkehrsplan 2026–2028 für Berlin setzt auf einen klaren Kurswechsel: Statt vieler neuer Ausbauprojekte liegt der Fokus zunächst auf Stabilisierung und Modernisierung des bestehenden Netzes. Geplante Straßenbahn- und U-Bahn-Erweiterungen werden teils verschoben, teils zeitlich offen gelassen, während für einzelne Korridore auch alternative Technologien wie Seil- oder Magnetschwebebahnen geprüft werden. Die Strategie "Stabilität vor Wachstum" soll die Zuverlässigkeit des Netzes sichern, bevor neue Strecken hinzukommen. Hintergrund sind steigende Kosten, Personalmangel und ausgelastete Werkstätten. Politisch stößt der Entwurf auf Kritik, insbesondere wegen fehlender Perspektiven für den Ausbau in wachsenden Stadtteilen. Bis Mitte Mai kann die Öffentlichkeit Stellung nehmen; danach wird sich zeigen, wie der Plan final umgesetzt wird.