Berlin hat ein weiteres Frauen- und Kinderschutzhaus eröffnet und baut damit sein Hilfsangebot für Opfer häuslicher Gewalt aus. Für rund 2,5 Millionen Euro entstanden im Süden der Stadt 26 Familienplätze in zehn Wohnungen, 18 Frauen und 13 Kinder sind bereits eingezogen. Sozialarbeiterinnen und eine Psychologin bieten psychosoziale Beratung, zwei Erzieherinnen kümmern sich um die Kinder; die Adresse bleibt aus Sicherheitsgründen geheim. Träger ist ein Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (Sozialdemokratische Partei Deutschlands, SPD) betonte das eigenständige Recht von Frauen und Kindern auf Schutz und Beratung. Mit dem neunten Frauenhaus rückt Berlin nach eigenen Angaben der Umsetzung der Istanbul-Konvention näher. Bundesweit wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) 2024 mehr als 187.000 weibliche Opfer häuslicher Gewalt registriert – die Dunkelziffer gilt als hoch.