Neues Spital in Prag soll auch militärisch genutzt werden
26.4.2026
Das geplante Spital im Prager Stadtteil Letňany soll laut Regierungschef Andrej Babiš (ANO – JA) als Militärkrankenhaus entstehen. Vorgesehen sind mehrere unterirdische Etagen, die im Krisenfall als Einsatz- und Krisenstab genutzt werden können. Als Vorbild gelten unter anderem Einrichtungen in Israel. Vergleichbare Anlagen gebe es auch in der Slowakei und in der Türkei. Zu Jahresbeginn hatte Gesundheitsminister Adam Vojtěch (ANO) erklärt, dass in dem neuen Areal mehrere Prager Spitäler vom rechten Moldauufer zusammengelegt werden könnten, darunter die Universitätskrankenhäuser Bulovka und Královské Vinohrady sowie das Allgemeine Universitätskrankenhaus Prag. Die Umsetzung des Ausbaus ist jedoch mit Grundstücksfragen verbunden. Teile des Geländes in Letňany gehören der Stadt Prag, andere dem Staat. Die tschechische Regierung will zunächst den Flächenbedarf konkretisieren, bevor über eine mögliche Übertragung verhandelt wird. Das Projekt ist langfristig angelegt und könnte in etwa zehn Jahren realisiert werden.