Olympia-Bewerbung Berlins steht vor offenen Fragen

14.7.2026

Der Rückzug von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner als CDU-Spitzenkandidat sorgt auch bezüglich der Olympia-Bewerbung der Hauptstadt für neue Fragen. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Berlins Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand über die entstandene politische Herausforderung und betont, dass ein solches Großprojekt langfristige politische Unterstützung brauche, nicht nur die einzelner Politiker*innen. Wegner hatte die Bewerbung maßgeblich unterstützt und ihr politisches Gewicht verliehen. Niroomand sieht Berlin dennoch gut aufgestellt: Die Hauptstadt könne mit vorhandenen Sportstätten, internationaler Strahlkraft und ihrer Geschichte als Austragungsort der Spiele von 1936 punkten. Zugleich warnt er davor, die Bewerbung durch politische Diskussionen zu schwächen. Berlin tritt im deutschen Auswahlverfahren gegen München und die Region Köln/Rhein-Ruhr an. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im September 2026 entscheiden, welches Konzept Deutschland für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen schickt.
Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin