Pilotprojekt gegen digitale Gewalt in Berlin

29.4.2026

Berlin will mit einem neuen Landesprojekt auf digitale geschlechtsspezifische Gewalt reagieren, die sich zunehmend auch im sozialen Umfeld zeige – etwa durch Stalking, Überwachung über Smartphones oder Online-Belästigung. Laut Fachstellen haben diese Fälle in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit dem Programm "Ein Team gegen digitale Gewalt"  will die Stadt gezielt Frauenhäuser, Schutzunterkünfte und Beratungsstellen stärken, da diese Einrichtungen immer häufiger mit digitalen Formen von Gewalt konfrontiert sind, dafür aber bisher oft nur begrenzte technische Ressourcen haben. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung getragen und aus Landesmitteln finanziert. Die Förderung ist zunächst bis Ende 2027 befristet, eine Verlängerung wird jedoch angestrebt. Konkret stehen Mittel für Schulungen, IT- und Sicherheitsberatungen sowie technische Unterstützungen der Einrichtungen zur Verfügung, um Fachkräfte besser zu schulen und Betroffene schneller zu unterstützen.​

Quelle: taz, Berlin