Vertrauen in Medien in Bosnien-Herzegowina bleibt hoch
3.5.2026
Medien seien für 70,5 Prozent der Bürger*innen
in Bosnien-Herzegowina die vertrauenswürdigste Institution. Das
zeige eine neue Studie des Vereins bosnisch-herzegowinischer Journalist*innen
und der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Medienfreiheit. Den staatlichen
Institutionen würden hingegen 54,2 Prozent der Menschen vertrauen,
den religiösen Gemeinschaften 52,2 Prozent. Deutlich niedriger ist das
Vertrauen in den NGO-Sektor mit 34,5 Prozent. Trotz des hohen Vertrauens in
die Medien bleibt die Sorge vor politischem Einfluss groß. 66,9 Prozent
der Befragten sehen in der politischen Abhängigkeit die größte
Bedrohung für den freien Journalismus. Auch das allgemeine politische
Klima wird als grundlegendes Hindernis genannt. Die Wahrnehmung der
Medienfreiheit innerhalb des Landes variiert stark. Während sie in der
Föderation mehrheitlich als "teilweise vorhanden" gilt, ist die
Wahrnehmung in der Republika Srpska kritischer. Das Internet wird
als wichtigste Informationsquelle genannt, gefolgt von sozialen Medien und
dem Fernsehen. Gewalt gegen Journalist*innen wird von der deutlichen Mehrheit
klar abgelehnt.