Pride-Verfahren gegen Budapester Oberbürgermeister eingestellt
4.6.2026
Die Staatsanwaltschaft des 5. Bezirks und 13.
Bezirks in Budapest hat die Anklage gegen Oberbürgermeister Gergely Karácsony
(Párbeszéd - Dialog) im Zusammenhang mit der Organisation der Pride Parade
fallen gelassen. Grund dafür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das
nach der Anklageerhebung ergangen ist, wie die Hauptstadtstaatsanwaltschaft in
einer Erklärung mitteilte. Die Bezirksstaatsanwaltschaft hat am 28. Jänner
Anklage gegen den Organisator der Budapest Pride 2025, den Oberbürgermeister,
erhoben. Der Vorwurf bezog sich auf einen Verstoß gegen die Vereinigungs- und
Versammlungsfreiheit und entsprach nach Ansicht der Staatsanwaltschaft den zum
Zeitpunkt der Tat geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Das Gericht setzte das
Strafverfahren jedoch bereits im März 2026 aus. Ebenfalls ausgesetzt wurde das
Strafverfahren gegen den Aktivisten Géza Buzás-Hábel, den Organisator der
Pride in der südungarischen Stadt Pécs. Die Veranstalter*innen haben inzwischen
angekündigt, dass die diesjährige Budapest Pride am 27. Juni stattfinden soll.
Karácsony erklärte auf Facebook, die Polizei habe die Veranstaltung zur
Kenntnis genommen.