Razzien nach Anschlag auf Stromnetz in Berlin-Adlershof
24.3.2026
Im September 2025 fiel der Strom in Adlershof – Ortsteil des Bezirks Treptow-Köpenick – über Tage hin aus. Betroffen waren rund 50.000 Haushalte und 2.000 Unternehmen. Laut Roland Sillmann, Chef des Betreibers Wista, belaufen sich die Schäden auf 30 bis 70 Millionen Euro. Trotz des Anschlags steigerten die über 1.300 ansässigen Firmen ihre Umsätze und beschäftigen fast 30.000 Menschen. Am Dienstag wurden in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen Durchsuchungen bei vier Verdächtigen zwischen 28 und 35 Jahren durchgeführt. Dabei wurden Laptops, Mobiltelefone und Unterlagen sichergestellt. Die Ermittlungen richten sich gegen mutmaßliche linksextreme Sabotage, Brandstiftung und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU – Christlich Soziale Union) betonten die Entschlossenheit der Behörden, die kritische Infrastruktur zu schützen. Viele Unternehmen überarbeiten nun Schadensanalysen und Notfallpläne, und nur wenige denken über einen Standortwechsel nach.