Rückhaltebecken soll Prager Kanalisation bei Starkregen entlasten
22.5.2026
Die Stadt Prag setzt gemeinsam mit der Prager Wasserwirtschaftsgesellschaft (PVS) den Ausbau des Hochwasserschutzes im Stadtteil Karlín fort. Im Mittelpunkt steht der Bau eines weiteren Rückhaltebeckens, das Mitte 2028 fertiggestellt werden soll. Die letzte Phase des Projekts wird auf 14,5 Millionen Euro geschätzt. Ziel sei, die Kapazität des Kanalisationsnetzes zu erhöhen, den Schutz vor Hochwasser zu verbessern und die Verschmutzung der Moldau bei Starkregen zu verringern. Karlín gehört zu jenen Prager Stadtteilen, die bei Überschwemmungen im Jahr 2002 besonders schwer betroffen waren. Seither werden die Schutzmaßnahmen entlang der Moldau und im unterirdischen Kanalisationssystem schrittweise ausgebaut. Die bereits abgeschlossenen Bauphasen umfassten unter anderem eine Schleusenkammer, ein Hochwasserschutzwehr, technische Anlagen sowie eine Erweiterung der Kanalkapazitäten. Das bestehende Rückhaltebecken konnte im Jahr 2024 insgesamt 35.161 Kubikmeter verdünntes Abwasser auffangen und damit die Einleitung von Schadstoffen in die Moldau deutlich reduzieren. Der südliche Teil des neuen Beckens soll ein Volumen von 6.000 Kubikmetern haben und befindet sich bereits in der Bauphase. Parallel dazu ist in der Šaldova-Straße die Vergrößerung eines unzureichenden Kanalabschnitts geplant, mit Baubeginn im Juni 2026. Die letzten Bauabschnitte sollen April 2028 fertiggestellt werden.