Österreich stoppt Verkauf asbesthaltiger Gesteine nach Ungarn
22.5.2026
Der ungarische Umweltminister László Gajdos (Tisza – Respekt- und Freiheitspartei) gab bekannt, dass der Verkauf von asbesthaltigem Gestein nach Ungarn ab Freitag eingestellt wurde. Nach Verhandlungen in Wien in der vergangenen Woche zog sich das beteiligte österreichische Unternehmen zurück, wodurch die unmittelbare Gefahr offenbar ohne den Steinbruch schließen zu müssen abgewendet werden konnte. Gajdos betonte, dass der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung nicht verhandelbar sei und am Verursacherprinzip festgehalten werde. Als nächsten Schritt kündigte er die sichere Entsorgung des bereits in Westungarn verteilten belasteten Materials an. Gleichzeitig soll die gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung genauer untersucht werden. Ministerpräsident Péter Magyar (Tisza) erklärte zudem, dass eine gemeinsame österreichisch-ungarische Kommission die Hintergründe der Asbestverschmutzung untersuchen werde. Ihm zufolge herrschte bei den Gesprächen mit dem österreichischen Kanzler Einigkeit darüber, dass das Problem schnell, transparent und gemeinsam gelöst werden müsse.