Sondersteuer und Preisobergrenze schaden Spar in Ungarn
13.3.2026
Die ungarische Sondersteuer sowie der Preisdeckel stellen für Spar eine erhebliche finanzielle Belastung dar – darauf machte CEO Hans K. Reisch aufmerksam. Die von der ungarischen Regierung eingeführte Sondersteuer kostete das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 85 Millionen Euro, während der Preisdeckel weitere 37 Millionen Euro verursachte. Laut Reisch wirkt sich dies "stark negativ" auf die Leistung der ungarischen Tochtergesellschaft aus. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen kürzlich auch eine Filiale in Ungarn geschlossen. Spar ist in Ungarn bereits seit Jahren defizitär tätig: 2024 schloss das Unternehmen mit einem Minus von mehr als 100 Millionen Euro ab und zahlte gleichzeitig nahezu 103 Millionen Euro an Sondersteuern in den Staatshaushalt ein. Seit 2022 beläuft sich der kumulierte Verlust nach Steuern auf über 144 Millionen Euro. Das Verhältnis zwischen Spar und dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán (Fidesz) gilt seit Längerem als angespannt. Bereits vor zwei Jahren kündigte das Unternehmen an, sich wegen der ungarischen Einzelhandelssondersteuer an die Europäische Kommission zu wenden.