Transparenzoffensive gegen den Gender-Pay-Gap in Budapest

7.3.2026

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März haben sich sieben Bürgermeister*innenämter in Budapest zusammengeschlossen, um ein Zeichen gegen die geschlechtsspezifische Lohnlücke zu setzen und ihre entsprechenden Daten öffentlich zu machen. Damit wollen sie Transparenz auf dem Arbeitsmarkt fördern und die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben stärken. In Ungarn beträgt der durchschnittliche Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern derzeit rund 17 Prozent, wodurch das Land im EU-Vergleich zu den Schlusslichtern gehört. Diese Differenz bedeutet, dass Frauen jährlich etwa 4.000 Euro weniger verdienen als Männer. Die beteiligten Verwaltungen verpflichteten sich nicht nur zur Berechnung der Lohnlücke, sondern auch zur Veröffentlichung der Ergebnisse für Beschäftigte und Öffentlichkeit. Die Initiative wird unter anderem von der Nichtregierungsorganisation Amnesty International in Ungarn unterstützt, welche seit Jahren mit Kommunen und Arbeitgeber*innen für mehr Lohngerechtigkeit arbeitet. Ziel ist es, Diskriminierung am Arbeitsplatz zu reduzieren und die Umsetzung der kommenden EU-Richtlinie zur Lohntransparenz vorzubereiten.

Quelle: Budapest.hu, Budapest