Veraltete Abfallpolitik belastet Menschen in Bosnien-Herzegowina
13.7.2026
Das Abfallmanagement in Bosnien-Herzegowina gilt als veraltet und überlastet. Landesweit existieren rund 1.250 illegale Mülldeponien, während nur ein Teil der Gemeinden über sanitäre Deponien verfügt. Brände auf Deponien wie zuletzt in Mostar und Sarajevo verdeutlichen die strukturellen Probleme. Nach Angaben von Expert*innen werden lediglich rund fünf Prozent des Abfalls recycelt, obwohl etwa 80 Prozent wiederverwertet werden könnten. Es gibt zudem keine Anlagen, die Abfälle zur Energiegewinnung nutzen könnten. Stattdessen landet der Großteil des Mülls auf Deponien und belastet die Umwelt sowie die Gesundheit der Bevölkerung. Fachleute fordern langfristige Investitionen in Recycling, getrennte Müllsammlung und eine moderne Abfallinfrastruktur. Ohne grundlegende Reformen dürfte sich die Lage weiter verschärfen.