Slowakei begrüßt Reform des österreichischen Volksgruppengesetzes
10.7.2026
Der slowakische Außenminister Juraj Blanár
(SMER-SD – Richtung-Sozialdemokratie) hat die vom österreichischen Parlament
Anfang Juli 2026 verabschiedete Novelle des Volksgruppengesetzes begrüßt.
Erstmals werden damit alle sechs autochthonen Minderheiten des Landes, darunter
auch die slowakische Volksgruppe, auf Verfassungsebene verankert. Nach Angaben
des Ministers leben oder arbeiten rund 50.000 Slowak*innen in Österreich. Die
Gesetzesänderung stärke ihre rechtliche Stellung, trage zum Schutz der
slowakischen Identität bei und ermögliche eine systematischere Förderung von
Sprache und Kultur. Blanár betonte zudem die Bedeutung des zweisprachigen
Bildungsangebots und verwies auf laufende Bemühungen für eine langfristige
Finanzierung der Komenský-Schule in Wien. Nach seinen Worten ist die Reform
zudem ein weiterer wichtiger Baustein der bilateralen Beziehungen zwischen der
Slowakei und Österreich.