Wasserinfrastruktur-Ausbau in Zagreb in der Warteschleife

2.6.2026

Das als größtes Infrastrukturprojekt in der Geschichte Zagrebs angekündigte "Projekt Zagreb" kommt langsamer voran als ursprünglich geplant. Obwohl die Bauarbeiten laut Ankündigungen bereits 2025 starten sollten, stehen zentrale Voraussetzungen weiterhin aus. Insbesondere die Bestätigung der EU-Kofinanzierung liegt noch nicht vor. Das Projekt umfasst die Modernisierung und Erweiterung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur im Großraum Zagreb und Glavničica. Geplant sind unter anderem der Bau und die Sanierung von Wasserleitungen und Kanälen, neue Pumpwerke sowie die Erweiterung der Kläranlage auf die dritte Reinigungsstufe. Während die Stadt die Projektkosten bislang mit 323 Millionen Euro bezifferte, weisen aktuelle Unterlagen der Zagreber Wasserwerke "Vodoopskrba i odvodnja" auf deutlich höhere Investitionskosten von bis zu 502 Millionen Euro inklusive Reserven für unvorhergesehene Ausgaben hin. Entsprechend bleibt auch unklar, in welchem Umfang eine Förderung durch die Europäische Union (EU) tatsächlich erfolgen wird. Zusätzlich verzögert sich die Projektvorbereitung. Ein zentraler Vertrag zur Erstellung der Planungs- und Ausschreibungsunterlagen wurde bis Ende Juni 2026 verlängert, zugleich sind die Kosten hierfür um rund 25 Prozent gestiegen. Damit hängt der tatsächliche Projektstart weiterhin von mehreren noch ausstehenden administrativen Schritten ab. Dazu zählen insbesondere die endgültige Förderzusage der EU, der Abschluss der technischen Dokumentation sowie die Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren. Trotz seiner hohen Priorität befindet sich das Projekt somit weiterhin in einer Vorbereitungsphase.

Quelle: Jutarnji list, Zagreb