Dekarbonisierung und Wasserstoff: Wien Energie bei der Sarajevo Energy and Climate Week
21.9.2026
Bei der Sarajevo Energy and Climate Week (SECW 2026), die vom 21. bis 25. September 2026 stattfand, standen aktuelle Fragen der Energiewende, der Dekarbonisierung und der zukünftigen Energieversorgung im Westbalkan im Mittelpunkt. Die Fachkonferenz brachte Vertreter*innen aus Politik, Energiewirtschaft, internationalen Finanzinstitutionen, Wissenschaft und Consulting zusammen. Wien Energie war vertreten durch den Experten Goran Vasilić, der als Vortragender und Panelist Einblicke in Wiener Best Practices bei der Dekarbonisierung und auch der Zukunftstechnologie Wasserstoff bot.
Am 22. September fand das Panel "Grüner Wasserstoff 2030: Von der Roadmap zu den ersten Projekten in Bosnien-Herzegowina und im Westbalkan" statt. Im Mittelpunkt standen dabei die Rolle von grünem Wasserstoff bei der Energiewende im Westbalkan sowie die Entwicklung einer bosnisch-herzegowinischen Wasserstoffstrategie. Besprochen wurden insbesondere Anwendungsmöglichkeiten zur Dekarbonisierung der Schwerindustrie und des Verkehrs sowie zur Speicherung überschüssiger Energie aus erneuerbaren Quellen. Darüber hinaus wurde die Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Integration der Region in den europäischen Energiemarkt thematisiert.
Wiener Best Practices bei der Dekarbonisierung
Goran Vasilić, Managing Director eines Tochterunternehmens von Wien Energie, hob in seinem Vortrag im Rahmen des Panels "Grüner Wasserstoff 2030" die Erfahrungen der Wien Energie mit grünem Wasserstoff vom Fahrplan bis zur Umsetzung hervor. Einführend wurden zunächst die wichtigsten Fakten zu Wien Energie als Österreichs führendem Energieversorger hervorgehoben, der Strom, Gas, Wärme und Kühlung an zwei Millionen Bürger*innen liefert. Auch die Wiener Strategie zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis 2040 "Raus aus Gas" wurde vorgestellt.
Vasilić führte das Publikum dann durch die Wasserstoff-Strategie der Wiener Stadtwerke. Die Zukunftstechnologie Wasserstoff soll als erste vollständig integrierte Lösung zur Marktreife gebracht werden. Dabei setzt die Unternehmensgruppe Wiener Stadtwerke konsequent auf die Erzeugung und Nutzung von 100 Prozent grünem Wasserstoff: Die Gesellschaft Wiener Wasserstoff übernimmt als zentrale Drehscheibe den strategischen Rahmen und koordiniert die übergreifenden Projekte, während die operative Umsetzung durch die Tochtergesellschaften erfolgt. So treibt Wien Energie die Produktion sowie den Einsatz in der Energie- und Wärmeversorgung voran, während die Wiener Linien und Wiener Netze eine zentrale Rolle bei der Anwendung im öffentlichen Verkehr und beim Aufbau der notwendigen Netzinfrastruktur spielen.
Was einen besonderen Eindruck auf das Fachpublikum machte, war die Vorstellung des Flagship-Projekts Wasserstoffmobilität in Wien anhand der Eröffnung der ersten H2-Tankstelle in Floridsdorf für Busse und schwere Nutzfahrzeuge sowie durch die Inbetriebnahme des Wasserstoff-Testbusses für den öffentlichen Verkehr. Ebenso interessant für die anwesenden Expert*innen waren die Informationen zum Bau der ersten Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff und der weltweit erste Betriebstest mit 15 Prozent Wasserstoffbeimischung in der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage Donaustadt.
Goran Vasilić nahm dann auch am 23. Oktober beim Panel "Die neue Ära der Energiespeicherung: Integrierte Energiespeichersysteme" teil, wo es unter anderem um Power-to-Heat, Großwärmepumpen und die Kopplung verschiedener Energiesektoren sowie regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen ging.
Weitere Informationen
Sarajevo Energy and Climate Week (Englisch)
"Raus aus Gas" – Stadt Wien
Wiener Wasserstoff – Wiener Stadtwerke
Hier tankt der Klimaschutz – Wien Energie
Kraft-Wärme-Kopplung – Wien Energie