Zagreb hat am 26. Jänner 2026 offiziell das einjährige Vorsitzamt im Netzwerk der B40-Städte – der Plattform für 76 Städte Südosteuropas – übernommen. Bei der Jahreskonferenz kamen über 30 Vertreter*innen lokaler Verwaltungen zusammen, um die Bedeutung von Städten in der Förderung regionaler Zusammenarbeit, grüner Transition, Digitalisierung, Kultur und lokaler Demokratie zu diskutieren. Die Konferenz bot zudem Raum für intensive Round Table-Diskussionen, an denen in Vertretung des Bürgermeisters der Stadt Wien, auch Denis Šakić, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat teilnahm.
In seiner Eröffnungsrede betonte Bürgermeister Tomislav Tomašević, dass Städte eine zentrale Rolle für die Wahrung der Demokratie und die Umsetzung nachhaltiger Entwicklungen spielen. "Städtische Diplomatie ist wichtiger denn je", sagte Tomašević. "Multilaterale und bilaterale Zusammenarbeit zwischen Städten ist entscheidend, um Stabilität und Lebensqualität für unsere Bürger*innen zu sichern. Demokratie wurde in Städten erfunden – gerade hier in Europa – und wir müssen sie vor Angriffen, Falschmeldungen und Machtmissbrauch schützen."
Zagreb folgt als vorsitzende Stadt auf Sofia. Tomašević hob hervor, dass B40 Zagreb ermöglicht, Erfahrungen in den Bereichen Tourismus, Digitalisierung und grüne Transition auszutauschen. "Durch den Dialog innerhalb der Region tragen wir zu Frieden und Stabilität bei und verhindern, dass frühere Kriegskonflikte erneut auftreten", erklärte er.
Ein zentrales Element der Konferenz war der Round Table on Democracy, bei dem Vertreter*innen der Eurocities-Mitgliedsstädte Erfahrungen austauschten und konkrete Beispiele für demokratische Praxis in Städten präsentierten. Ziel war es, Strategien zu entwickeln, um Demokratie auf kommunaler Ebene nachhaltig zu schützen. An der Diskussion nahm Denis Šakić, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat der Stadt Wien ebenfalls teil. Šakić wies darauf hin, dass der Austausch zwischen Städten gerade in schwierigen Zeiten von besonderer Bedeutung sei. Insbesondere wenn es darum gehe, demokratische Strukturen zu schützen. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen verfolge man ein gemeinsames Ziel: die Demokratie zu stärken und die städteübergreifende Zusammenarbeit zu intensivieren.
Neben demokratischen Fragen lag ein Schwerpunkt auf der grünen und smarten Stadtentwicklung. Unter dem Vorsitz von Zagreb sollen diese Initiativen 2026 weiter vertieft werden. Die Jahreskonferenz zeigt, wie Städte in der Region nicht nur lokale Herausforderungen meistern, sondern auch Frieden, Demokratie und nachhaltige Entwicklung aktiv vorantreiben.
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Wien im internationalen Kontext - Stadt Wien
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