EU-Inklusionsranking: Letzter Platz für Kroatien
13.5.2026
Kroatien zählt bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu den schwächsten Ländern der EU. Laut aktuellen Daten liegt die Beschäftigungslücke zwischen Menschen mit und ohne Behinderung bei rund 41 Prozent – deutlich über dem EU-Durchschnitt von etwa 24 Prozent. Viele Unternehmen zahlen lieber Ausgleichsabgaben, statt Menschen mit Behinderung einzustellen, obwohl staatliche Förderungen und ein akuter Arbeitskräftemangel bestehen. In Kroatien leben mehr als 675.000 Menschen mit Behinderung. Das sind rund 17 Prozent der Bevölkerung. Trotz steigender Beschäftigungszahlen bleiben viele Betroffene arbeitslos oder arbeiten unter ihrer Qualifikation. Verbände kritisieren vor allem die Vorurteile der Arbeitgeber*innen, aber auch zu wenig angepasste Arbeitsplätze und Arbeitsmodelle. Indes begann am Zagreber Ban-Jelačić-Platz das 24. Festival der Chancengleichheit. Drei Tage lang standen dort Inklusion und Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt. Rund 1.100 Künstler*innen und Teilnehmer*innen aus Kroatien und dem Ausland wirkten mit, darunter etwa 700 Menschen mit Behinderung.