In mehreren Stadtteilen Sarajevos waren die Bewohner*innen am 23. August plötzlich ohne Wasser, nachdem im stark urbanisierten Viertel Čengić Vila eine Hauptleitung gebrochen war. Dadurch wurde ein altes Erdrutschgebiet aktiviert. Viele Haushaltsgeräte kamen zum Stillstand. Fachleute warnen, dass dies nur ein Beispiel für die große Gefahr ist, da es im Gebiet der Stadt zwischen 650 und 700 registrierte Erdrutsche gibt. Die Behörden hätten seit Jahren keine systematische Erfassung oder wirksame Maßnahmen zur Sicherung vorgenommen. Erdrutsche gelten als Naturkatastrophe mit unvorhersehbaren und potenziell verheerenden Folgen. Besonders betroffen sind Wohngebiete, die direkt auf instabilem Boden errichtet wurden. Frühere Gutachten und Empfehlungen seien weitgehend ignoriert worden, sodass eine kontinuierliche Überwachung fehle. Expert*innen sehen darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung Sarajevos.