Europarat setzt Bosnien-Herzegowina auf die Moneyval-Grauliste
20.6.2026
Die Financial Action Task Force (FATF) hat Bosnien-Herzegowina erneut auf die sogenannte Moneyval-Grauliste gesetzt, was zu erschwerten Bedingungen für Investitionen und zu zusätzlichen Prüfungen bei internationalen Finanztransaktionen führen kann. Damit steht das Land gemeinsam mit dem Irak unter verstärkter internationaler Beobachtung wegen Mängeln bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Grundlage der Entscheidung ist die jüngste Bewertung durch Moneyval, das Expert*innenkomitee des Europarats zur Bekämpfung von Geldwäsche. Zwar wurden seit Ende 2024 Fortschritte erzielt, darunter eine nationale Strategie und eine verbesserte Nutzung von Finanzinformationen, jedoch fordert die FATF weitere Reformen – etwa strengere Kontrollen, wirksamere Sanktionen und mehr Transparenz bei Eigentumsverhältnissen. Erst nach Umsetzung des Aktionsplans kann Bosnien-Herzegowina von der Grauliste gestrichen werden.