ICC-Kongresszentrum in Berlin soll saniert werden

22.6.2026

Der Berliner Senat will die MIB AG als künftige Betreiberin des ICC-Kongresszentrums empfehlen. Gemeinsam mit mehreren Partner*innen soll das denkmalgeschützte Gebäude zu einem Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft entwickelt werden. Geplant sind unter anderem Ausstellungen, Veranstaltungsräume, Gastronomie und kulturelle Angebote, die das ICC künftig rund um die Uhr beleben sollen. Das 1979 eröffnete Kongresszentrum war 2014 wegen hoher Betriebskosten und Schadstoffbelastungen stillgelegt worden und gilt seitdem als größter "Lost Place" der Hauptstadt. Die nun vorgestellte Vergabeempfehlung bedeutet jedoch noch keinen endgültigen Zuschlag. Zunächst ist eine zweijährige Vorbereitungsphase vorgesehen, in der unter anderem ein tragfähiges Finanzierungskonzept erarbeitet werden muss. Genau darin liegt derzeit die größte Unsicherheit: Nach Angaben des Senats basiert die Finanzierung auf Eigenkapital, Krediten und Fördermitteln von der Europäischen Union, Bund und Land – konkrete Zusagen liegen aber offenbar noch nicht vor. Dadurch könnte sich der Zeitplan deutlich verzögern. Während ursprünglich bereits 2027 mit der Umsetzung gerechnet wurde, sind Baumaßnahmen nun frühestens ab 2029 vorgesehen. Erste Teilprojekte könnten nach aktuellem Stand ab 2032 in Betrieb gehen.​

Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin