Ex-Justizsenator könnte Kulturressort nach Affäre in Berlin übernehmen
28.4.2026
Nach dem Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) zeichnet sich in der Berliner Kulturverwaltung eine mögliche Nachfolgelösung ab. Nun gilt der frühere Berliner Justizsenator Thomas Heilmann (CDU – Christlich Demokratische Union) als Favorit. Eine Bestätigung durch den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) steht allerdings noch aus. Dieser verwies auf laufende Gespräche und kündigte eine Entscheidung erst nach deren Abschluss an. Heilmann war bereits von 2012 bis 2016 Berliner Justizsenator. Von 2017 bis 2025 war er Mitglied des deutschen Bundestags, verzichtete jedoch bei der letzten Wahl auf einen aussichtsreichen Listenplatz. Parallel dazu sorgt die Fördergeldaffäre, die den Rücktritt ausgelöst hatte, weiterhin für politische Spannungen. Während die Kultursenatorin ihre Konsequenzen gezogen hat, hält der CDU-Haushaltspolitiker Christian Goiny an seinem Sprecherposten fest, obwohl sein Name im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe von 2,6 Millionen Euro an Kulturfördermitteln genannt wird. Der Landesrechnungshof hatte das Verfahren zuvor als "evident rechtswidrig" kritisiert, da gegen haushaltsrechtliche Vorgaben verstoßen worden sei.