In Deutschland haben russische Fachkräfte trotz konkretem Jobangebot oft Schwierigkeiten, ein Arbeitsvisum zu erhalten vor allem, wenn sie zuvor bei sanktionierten Unternehmen wie großen Banken gearbeitet haben. Die Behörden prüfen die Anträge streng und individuell und die Rechtsmittel gegen Ablehnungen sind eingeschränkt. In Österreich hingegen werden ähnliche Profile meist akzeptiert, da das Fachkräfteeinwanderungssystem – etwa über die Rot‑Weiß‑Rot‑Karte – stärker auf Qualifikation und Arbeitsmarktbedarf achtet und politische Bewertungen früherer Arbeitgeber*innen weniger stark gewichtet. Dies führt dazu, dass viele russische Bewerber*innen mit Jobangeboten in Deutschland zunächst nach Österreich ausweichen, bevor sie versuchen, später doch nach Deutschland zu wechseln.