Femizid in Bosnien-Herzegowina zeigt Schwächen der Gesetze

2.5.2026

Ein neuer Femizid erschüttert Bosnien-Herzegowina: In Sarajevo wurde eine Journalistin der Tageszeitung Oslobođenje von ihrem Ehemann getötet. Die Frau hatte zuvor die Scheidung eingereicht und lebte unter Schutzmaßnahmen. Das verhängte Kontaktverbot sollte sie vor weiterer Gewalt schützen. Wie in anderen Fällen erwies sich diese Maßnahme jedoch als unzureichend. Nach geltendem Recht soll ein Annäherungsverbot weitere Gewalt verhindern, aber Verstöße werden oft nur mit Geldstrafen geahndet. Kritiker*innen bemängeln eine fehlende Abschreckung. Opfer bleiben oft in ständiger Angst und sind auf Reaktionen der Polizei angewiesen, die häufig ausbleiben. Diskutiert werden nun strengere Maßnahmen wie GPS-Überwachung oder Haft bei Verstößen, die eine schnellere Reaktion ermöglichen sollen, ohne dass das Opfer selbst eingreifen muss. Zudem fordern Expert*innen eine konsequentere Umsetzung bestehender Gesetze.

Quelle: Klix.ba, Sarajevo