Gemeinderat von Krakau will Bau neuer Hotels einschränken

28.2.2026

Auf der letzten Sitzung des Gemeinderats am 25. Februar 2025 stellte der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), einen Entwurf für eine punktuelle Änderung des Bebauungsplans vor, um den Bau eines Luxushotels an der Stelle der alten Mietshäuser zu verhindern. Sowohl Aktivist*innen als auch die Mehrheit des Gemeinderates fordern eine deutliche Einschränkung beim Bau neuer Hotels in den zentralen Stadtteilen von Krakau. Derzeit prüft die Stadtverwaltung bereits, welche Orte durch den starken Ausbau touristischer Infrastruktur besonders unter Druck geraten könnten. Die Krakauer Gemeinderät*innen appellierten parteiübergreifend an den Bürgermeister, Maßnahmen gegen die zunehmende Umwandlung der Stadt für touristische Zwecke zu ergreifen – unter anderem durch eine Begrenzung der Zahl von Hotels, Hostels und Apartments für Kurzzeitvermietungen. Allein im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz gibt es nach dem aktuellen Bebauungsplan fast 60 Gebiete, in denen Hotels entstanden sind oder entstehen könnten. Das entspricht umgerechnet über 100 Gebäuden. Die Gemeinderät*innen betonen, dass die aktuellen Pläne unter anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen entstanden sind. Früher wurden ausländische Investitionen mit Begeisterung aufgenommen, heute sucht der Gemeinderat nach Lösungen gegen die negativen Folgen des stark wachsenden Tourismus.

Quelle: krakow.wyborcza.pl, Krakau