Geothermie kommt in Berlin nur langsam voran

10.3.2026

Berlin will künftig stärker auf Tiefengeothermie setzen, also Wärme aus mehreren Tausend Metern Tiefe. Die erste Anlage soll laut aktuellem Plan jedoch erst 2031 in Betrieb gehen. Zuvor möchte die Stadt den Untergrund Berlins umfassend untersuchen, um geeignete Standorte für Bohrungen zu finden. Geoforscher*innen aus dem benachbarten Potsdam halten dieses Vorgehen für zu langsam und plädieren dafür, bereits früher mit Erkundungsbohrungen in vielversprechenden Gebieten zu beginnen. Ursprünglich waren zwölf solcher Probebohrungen geplant, doch wegen fehlender Klimaschutzmittel kann Berlin derzeit nur vier finanzieren. Währenddessen nutzt die Nachbarstadt Potsdam Geothermie bereits – dort versorgt eine Anlage mit rund 70 Grad heißem Wasser aus 1.500 Metern Tiefe etwa 7.000 Wohnungen mit Wärme.​

Quelle: rbb (Newsportal vom Rundfunk Berlin-Brandenburg), Berlin