Honigbienen und Nutrias prägen die Natur in Prag
8.6.2026
In Prag nimmt die Zahl der Honigbienen zu, während die Ausbreitung von Nutrias den Naturschutz vor neue Herausforderungen stellt. Rund 4.000 Bienenvölker und etwa 550 Imker*innen gibt es derzeit in der Stadt. In manchen Gebieten leben bis zu 50 Bienenvölker pro Quadratkilometer. Naturschutzexpert*innen warnen jedoch, dass die hohe Dichte an Honigbienen den Konkurrenzdruck auf Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber erhöht. Für den Erhalt der biologischen Vielfalt sei daher nicht nur die Förderung von Honigbienen, sondern auch der Schutz weiterer Insektenarten notwendig. Eine weitere Herausforderung stellen Nutrias dar. Die aus Südamerika stammenden Nagetiere breiten sich entlang der Moldau und anderer Gewässer aus. Da sie in Mitteleuropa kaum natürliche Feinde haben, wachsen ihre Bestände rasch. Durch das Füttern durch Besucher*innen verlieren die Tiere ihre Scheu, wodurch es bereits zu Angriffen auf Menschen und Hunde gekommen ist. Zudem können sie Krankheiten übertragen und mit ihren Bauen Uferböschungen sowie Dämme beschädigen. Um die Population einzudämmen, fängt die Stadt Prag jährlich rund 200 Tiere. Naturschutzorganisationen nutzen die Woche der invasiven Arten, um auf die Ausbreitung der Nutrias aufmerksam zu machen und die Bevölkerung aufzufordern, Nutrias nicht zu füttern.