Leipziger Buchmesse ehrt Wiener Übersetzer
20.3.2026
Die Leipziger Buchmesse verzeichnete mit rund 313.000 Gäst*innen einen neuen Rekord. Über vier Tage präsentierten 2.044 Aussteller*innen aus 54 Ländern ihre Werke beim Festival "Leipzig liest" und der "Manga Comic Con". In der Belletristik erhielt Katerina Poladjan den Preis für ihren Roman "Goldstrand", in dem sie persönliche Erfahrungen und europäische Geschichte verbindet. Die Münchner Historikerin Marie-Janine Calic gewann den Sachbuchpreis, und der aus Wien stammende Übersetzer Manfred Gmeiner wurde für die Übertragung des peruanischen Romans "Unten leben" ausgezeichnet. Poladjan nutzte ihre Dankesrede, um Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) zu üben, der zuvor mehrere Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen hatte. Das Publikum reagierte mit Buhrufen, zeigte aber gleichzeitig Anerkennung für die Preisträger*innen.