Kroatien bewirbt sich um den Sitz der neuen Zollbehörde der EU (EUCA). Die neue Behörde soll die Art und Weise vereinheitlichen, wie Waren an den EU-Grenzen kontrolliert werden. Einer der Gründe für ihre Einrichtung ist das Wachstum des Onlinehandels. Die neue EU-Einrichtung wird als zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung der nationalen Zollbehörden dienen. Gesucht wird ein Standort, der ausreichend geeignet und möglichst wenig problematisch ist. In der engeren Auswahl befinden sich Lille, Bukarest und Zagreb. Kroatien verfügt über eine Außengrenze des Schengen-Raums, beziehungsweise verwaltet das Land den längsten Abschnitt der EU-Außengrenze, über den die größte Menge an Landfracht unter allen Mitgliedstaaten transportiert wird, wobei ein erheblicher Teil auch über See- und Flughäfen eintritt. Kroatien ist auch deshalb interessant, da es keine offenen Streitigkeiten mit europäischen Institutionen hat. Außerdem wurde in Kroatien bislang keine andere europäische Agentur angesiedelt, was im Kontext des territorialen Gleichgewichts der Europäischen Union (EU) von Bedeutung ist. Zagreb wird zudem nicht als Standort wahrgenommen, der operative Probleme verursachen würde und gilt als eine der sichersten Hauptstädte Europas. Ein weiterer großer Vorteil Zagrebs ist seine geografische Lage. Die Entscheidung wird für Jänner oder Anfang Februar 2026 erwartet.