Ombudsmann fordert neue Regeln für Arztgebühren in der Slowakei
29.4.2026
In der Slowakei sorgen derzeit Gebühren bei Besuchen in Ordinationen für Diskussionen. Hintergrund ist ein Bericht des Ombudsmanns Róbert Dobrovodský, der gesetzliche Änderungen fordert. Laut seinen Angaben zahlen Patient*innen jährlich bis zu 500 Millionen Euro an verschiedenen Arztgebühren. Besonders betroffen seien Pensionist*innen, Alleinerziehende und Menschen mit niedrigem Einkommen. Der Ombudsmann warnte, dass manche Menschen aus Angst vor hohen Kosten Vorsorgeuntersuchungen oder Behandlungen hinauszögern. Oppositionsparteien sprechen von mangelnder Kontrolle und einem "systemischen Versagen" beim Schutz von Patient*innen. Kritisiert werden außerdem unklare Regeln und fehlende Transparenz bei Zahlungen in Ordinationen. Das Gesundheitsministerium kündigte an, im Herbst Vorschläge für neue gesetzliche Regelungen bei Arztgebühren vorzulegen.