Strategie gegen Berliner Fachkräftemangel vorgestellt

10.3.2026

Bis 2035 müssen in Berlin rund 560.000 Stellen neu besetzt werden. Es handelt sich um mehr als ein Viertel aller derzeitigen Erwerbstätigen. Der Grund für den hohen Personalbedarf ist vor allem der Pensionsantritt der Babyboomer*innen. Prognosen zufolge entstehen besonders viele neue Arbeitsplätze in der IT-Branche, im Gesundheitswesen sowie in Erziehung und Bildung, während Produktion, öffentliche Verwaltung und Einzelhandel Stellen abbauen. Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) stellte deswegen die "Fachkräftestrategie 2035" vor, die unter anderem die Erwerbstätigenquote von Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte erhöhen, Netzwerke stärken und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse ausbauen soll. Gleichzeitig bleibt fehlender Wohnraum eine Hürde für die Gewinnung von Fachkräften, weshalb die Verwaltung unter anderem 150 Wohnungen für Auszubildende bereitstellt, während Kritiker die Strategie als zu unverbindlich bewerten.

Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin