Trotz Investitionen weiter schadhafte Fassaden in Sarajevo
11.5.2026
Nach dem erneuten Abbröckeln von Fassadenteilen in Sarajevo ist ein Fußgänger verletzt worden. Der Vorfall verschärft die Debatte über den Zustand vieler Altbauten in der Hauptstadt. Besonders betroffen sind Gebäude in der Altstadt und in älteren Wohnvierteln. Nach Angaben des Verwalters OKI gelten rund 60 Prozent der betreuten Gebäude wegen ihres Alters als potenziell riskant. Der Stadtbezirk Altstadt investierte laut Bezirksvorsteher Irfan Čengić (SDP – Sozialdemokratische Patei) bereits mehr als fünf Millionen Euro in die Sanierung öffentlicher Fassaden. Für private Wohnhäuser gibt es Förderprogramme, doch das Interesse vieler Eigentümer*innen bleibt gering. Häufig scheitern Renovierungen an hohen Kosten und fehlender Einigung unter Bewohner*innen. Als Übergangslösung könnten gefährdete Bereiche abgesperrt werden, dies würde jedoch das Stadtbild stark beeinträchtigen.