Vertuschungsvorwurf nach Vergewaltigung in Berliner Club

16.3.2026

Im Berliner Bezirk Neukölln sorgt der Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16‑Jährigen im Jugendclub Wutzkyallee für politische und gesellschaftliche Debatten. Der Club wurde vorübergehend geschlossen, Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ermitteln. Die Jugendstadträtin des Bezirks Neukölln Sarah Nagel (Die Linke) betonte, es habe keinen Vertuschungsversuch gegeben. Das Opfer werde betreut, während geprüft wird, ob der Kinderschutz ausreichend war. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschland) forderte eine lückenlose Aufklärung und Konsequenzen für Verantwortliche. Staatssekretär Falko Liecke (CDU) kritisierte das verspätete Einschalten der Polizei. Hauptkritikpunkt ist, dass das Jugendamt und die Clubleitung wochenlang keine Polizei informiert hätten, obwohl die Vorfälle bereits Ende Jänner bekannt gewesen seien. Eine Strafanzeige wurde erst später gestellt, Medien berichteten die sei aus Sorge vor Stigmatisierung der mutmaßlichen Täter passiert. Die Jugendstadträtin des Bezirks beteuert jedoch: "Das Jugendamt hat zunächst entschieden, nur dann eine Strafanzeige zu stellen, wenn hierfür auch das Einverständnis des Opfers vorliegt. Dies entspricht einer üblichen Vorgehensweise im Umgang mit Kindeswohlgefährdung bei Jugendlichen, sofern keine akute Gefahr besteht."​

Quelle: rbb (Newsportal vom Rundfunk Berlin-Brandenburg), Berlin