Waste-Watchers in Berliner Bezirken verhängten 2025 mehr als 1.000 Strafen

25.5.2026

Berlin verschärft den Kampf gegen Vermüllung. So setzen die Bezirke inzwischen verstärkt eigene Waste-Watchers ein und verhängten 2025 mehr als 1.000 Bußgelder gegen Müllsünder*innen. Insgesamt wurden dabei rund 300.000 Euro eingenommen. Anders als in Wien, wo die WasteWatcher seit 2008 zentral über die MA 48 organisiert sind, arbeitet Berlin dezentral über die einzelnen Bezirksämter, die über zunehmende Probleme mit illegalem Sperrmüll, achtlos weggeworfenen Verpackungen oder Zigaretten berichten. Seit Ende 2025 wurden die Strafen deutlich erhöht – schon eine weggeworfene Zigarette kann bis zu 250 Euro kosten. Gleichzeitig verweisen Bezirke auf schwierige Ermittlungen, da illegale Müllablagerungen oft nachts und ohne Zeug*innen erfolgen. Das Thema ist inzwischen auch Wahlkampfthema in Berlin - Politiker*innen mehrerer Parteien fordern strengere Kontrollen, mehr Stadtreinigung und bessere Möglichkeiten zur kostenlosen Entsorgung von Sperrmüll. Hintergrund ist auch, dass Sperrmüllabholung in Berlin – anders als in Wien – vielfach kostenpflichtig ist.​


Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin