Die Berlinale zählt zu den bedeutendsten Filmfestivals Europas und ist ein zentraler Treffpunkt für internationale Premieren, fachlichen Austausch und Vernetzung zwischen Filmschaffenden, Branche und Publikum. Im Rahmen des diesjährigen Festivals besuchte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler Berlin, um sowohl die starke Präsenz des österreichischen Films zu begleiten als auch den kulturpolitischen Dialog zu vertiefen.
Ein zentraler Bestandteil des Berlin-Besuchs von Stadträtin Kaup-Hasler waren neben der Berlinale politische Gespräche. Die Wiener Kulturstadträtin traf unter anderem Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin, sowie Henry Marx, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung. Im Austausch mit Senatorin Wedl-Wilson standen aktuelle kulturpolitische Herausforderungen, Fragen der öffentlichen Kultur- und Filmförderung sowie internationale Vernetzung im Mittelpunkt. Die Abteilungen Wissenschaft und Forschung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege (SenGWP) zählen in Berlin zu den budgetstärksten. Vor diesem Hintergrund wurde mit Staatssekretär Marx insbesondere über strukturelle Rahmenbedingungen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wien und Berlin gesprochen.
Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs war der vom Österreichischen Kulturforum Berlin organisierte traditionelle Empfang in der Österreichischen Botschaft. Er gilt als zentrale Netzwerkveranstaltung für den österreichischen Film im Rahmen der Berlinale. Am Empfang nahmen auch der österreichische Vizekanzler Andreas Babler sowie der österreichische Staatssekretär im Außenministerium, Sepp Schellhorn, teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen sowohl der internationale Erfolg des österreichischen Films – sichtbar durch die starke Präsenz mit zwölf Produktionen bei der diesjährigen Berlinale – als auch aktuelle Herausforderungen einer nachhaltigen Filmfinanzierung. Vizekanzler und Medienminister Babler bekräftigte dabei sein Bekenntnis zur Einführung eines Investitionsbeitrags für internationale Streamingdienste, um künftig einen Teil der in Österreich erzielten Umsätze wieder in heimische Filmproduktionen zurückführen zu können. Auch Staatssekretär Schellhorn unterstrich die Bedeutung des österreichischen Films als kulturelles und wirtschaftliches Exportgut. Der Empfang machte deutlich, wie eng künstlerischer Erfolg, internationale Sichtbarkeit und kulturpolitische Verantwortung miteinander verbunden sind.
Die Vienna Film Commission präsentierte sich in Berlin als zentrale Anlaufstelle für den internationalen Filmstandort Wien. Als Serviceeinrichtung der Stadt Wien unterstützt sie nationale und internationale Produktionen bei Dreharbeiten in Wien – von Genehmigungen über Standortberatung bis hin zur Vernetzung mit lokalen Partner*innen. Wien bietet Filmschaffenden eine leistungsfähige Infrastruktur, eine vielfältige urbane Kulisse sowie verlässliche Förderstrukturen und zählt damit zu den attraktivsten Drehorten Europas.
Vienna Film Commission
Österreichisches Kulturforum in Berlin
Österreichische Botschaft in Berlin
Kulturstrategie 2030 – Stadt Wien
Kulturförderungen – Stadt Wien