Bis 2028 strebt Prag Genehmigungen für 3.000 Mietwohnungen an
27.3.2026
Die städtische Prager Entwicklungsgesellschaft (PDS) hat ehrgeizige Pläne für den Wohnungsbau vorgestellt. Bis 2028 sollen Baugenehmigungen für rund 3.000 neue Wohnungen erteilt werden. Bereits dieses Jahr plant die PDS Anträge für etwa 1.500 Einheiten, 2027 sollen weitere 1.000 folgen. Insgesamt arbeitet die Gesellschaft an über 30 Projekten in rund 20 Stadtteilen. Langfristig sollen auf städtischen Grundstücken von etwa 90 Hektar zwischen 6.000 und 8.000 Wohnungen entstehen, mit dem Ziel, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – insbesondere für Berufsgruppen wie Lehrkräfte, Gesundheitskräfte oder Polizist*innen. Zu den am weitesten fortgeschrittenen Vorhaben gehört ein Wohnhaus in der Peroutkova-Straße in Prag 5. Verzögerungen durch Einsprüche und Verwaltungsverfahren gelten jedoch als großes Hindernis, weshalb die Stadt Reformbedarf bei Vergabe- und Genehmigungsprozessen sieht. Der Wert der städtischen Grundstücke ist seit 2020 auf rund 280 Millionen Euro gestiegen. Nach Bewilligung der Baugenehmigungen sollen die Projekte schrittweise umgesetzt werden. Perspektivisch prüft die Stadt, einzelne genehmigte Vorhaben an private Investorinnen zu veräußern, um unterschiedliche Wohnformen und soziale Durchmischung zu fördern. Zudem betont sie, dass kommunaler Wohnungsbau deutlich günstiger ist: Die Baukosten liegen laut Berechnungen bis zu 35 Prozent unter denen privater Projekte, vor allem aufgrund geringerer Gewinnmargen und langfristiger Planung.