"Julia Stoschek Foundation" schließt ihre Pforten in Berlin

27.4.2026

Die Kunstsammlerin Julia Stoschek gibt im Oktober ihr Ausstellungshaus in Berlin auf und konzentriert ihre Aktivitäten künftig auf das Düsseldorfer Stammhaus, das nach einer Sanierung 2027 wiedereröffnet werden soll, sowie auf internationale und temporäre Projekte im In- und Ausland. Für Berlin bedeutet der Abzug einen spürbaren Verlust, da die Stiftung zu den wenigen privaten Großsammlungen zählte, die der Stadt kontinuierlich international beachtete Ausstellungen zeitgenössischer insbesondere videobasierter Kunst sicherten. Diese stellten damit eine wichtige Ergänzung zur öffentlichen Museumslandschaft dar. Der Rückzug erfolgt vor dem Hintergrund eines bereits länger abgekühlten Verhältnisses zur Stadt Berlin, in dem unter anderem Streitigkeiten über Mietbedingungen und mangelnde Wertschätzung eine Rolle spielten. Das Ausstellungshaus in der Leipziger Straße war 2016 als bedeutender Ort für zeitgenössische Kunst eröffnet worden und hatte sich seither zu einer festen Adresse der Berliner Kunstszene entwickelt.

Quelle: Frankfurter Allgemeine, Frankfurt