Reform stärkt Berliner Schulen in sozialen Brennpunkten

18.5.2026

Berlin reduziert an besonders belasteten Grundschulen die Klassengröße auf maximal 20 Schüler*innen und entlastet damit rund ein Drittel der Schulen in sozial herausfordernden Bezirken. Zusätzlich werden Maßnahmen wie weniger Unterrichtsstunden für Klassenleitungen, ein unterrichtsfreier Tag für Entwicklungsgespräche, Studientage für Digitalisierung sowie rund 300 zusätzliche Lehrer*innenstellen umgesetzt, wofür jährlich etwa 32 Millionen Euro vorgesehen sind. Hintergrund der Reform ist eine Einigung zwischen Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU – Christlich Demokratische Union) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW Berlin), die nach jahrelangem Streit über Arbeitsbelastung und Personalmangel erzielt wurde. Für Erzieher*innen sind ebenfalls Verbesserungen geplant, etwa stärkere Einbindung in Entscheidungen und neue Regelungen bei Überlastung. Die Umsetzung ist teils bereits ab dem kommenden Schuljahr vorgesehen, allerdings hängt die langfristige Finanzierung von künftigen Haushaltsentscheidungen nach der Berliner Wahl 2026 ab.

Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin