Senat in Berlin prüft Rücknahme des Chief Digital Officers
30.6.2026
Der Berliner Senat prüft, die Ernennung des erst im März 2026 berufenen Staatssekretärs für Digitalisierung und Chief Digital Officer (CDO), Matthias Hundt, rückwirkend aufzuheben. Hundt war vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner geholt worden, um die Digitalisierung der Berliner Verwaltung voranzutreiben, wurde jedoch nach nur 76 Tagen wieder entlassen. Hintergrund sind ein laufendes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden wegen möglicher Insolvenzdelikte im Zusammenhang mit einer früheren Firma sowie Unstimmigkeiten in seinem Lebenslauf. Die Senatskanzlei prüft nun, ob Hundt bei seiner Ernennung unzutreffende Angaben gemacht hat und deshalb eine rückwirkende Aufhebung der Ernennung möglich ist – ein in Deutschland bislang beispielloser Schritt. In diesem Fall könnte auch sein Anspruch auf mehr als 50.000 Euro Übergangsgeld entfallen.