Umfassende Modernisierung der größten Prager Kläranlage
5.3.2026
Die Stadt Prag bereitet eine umfassende Modernisierung der sogenannten alten Wasserleitung der zentralen Kläranlage auf der Prager Kaiserinsel vor. Das Projekt zählt zu den größten wasserwirtschaftlichen Investitionen in der Geschichte der tschechischen Hauptstadt. Die Arbeiten werden etwa 190 Millionen Euro kosten. Auftraggeberin ist die städtische Prager Wasserwirtschaftsgesellschaft (PVS), während ein Konsortium unter Führung des Bauunternehmens SMP Construction aus der Vinci-Gruppe die Umsetzung übernimmt. Der Baubeginn ist für den 1. Oktober dieses Jahres geplant, nachdem die bestehende Anlage außer Betrieb genommen wurde. Die Bauarbeiten sollen insgesamt 43 Monate dauern. Ziel der Modernisierung ist es, die veraltete Technologie aus den 1960er Jahren vollständig zu ersetzen und die Reinigung eines großen Teils der städtischen Abwässer auf ein modernes technisches Niveau zu heben. Bereits in der Vergangenheit investierte Prag mehr als 280 Millionen Euro in eine neue Wasserleitung, die seit 2018 in Betrieb ist. Während der Bauarbeiten wird diese neue Anlage die gesamte Abwasserreinigung der Stadt übernehmen. Finanziert wird die Modernisierung durch die Stadt Prag, während die PVS die Kosten langfristig aus den Einnahmen für Wasser- und Abwassergebühren zurückzahlen soll. Neben der Erneuerung der alten Wasserleitung plant die Stadt weitere Projekte auf dem Gelände der Kläranlage, darunter die Modernisierung der Schlammverarbeitung sowie eine Anlage zur Nutzung der Restwärme aus Abwasser. Diese Energie soll künftig zum Heizen von Haushalten genutzt werden.