Ungarn prüft Nutzung von Kraftwerksabwärme für die Hauptstadtversorgung

3.7.2026

Die Budapester Stadtwerke haben mit der Technischen Universität Budapest einen Vertrag über die gemeinsame Erstellung einer Machbarkeitsstudie abgeschlossen, um die Möglichkeiten des Transports der Abwärme des Kernkraftwerks Paks in das Budapester Fernwärmenetz zu untersuchen. Ziel des Vorhabens ist die energetische Nutzung der bisher ungenutzten Abwärme des Kernkraftwerks. Dadurch könnten die thermische Belastung der Donau verringert, die Kohlendioxidemissionen reduziert und die Abhängigkeit Ungarns von Erdgasimporten gesenkt werden. Die Nutzung der Fernwärme des Kernkraftwerks ist in Paks bereits seit den 1980er-Jahren etabliert und versorgt dort Wohngebiete mit Heizwärme. Nach Einschätzung der Projektpartner*innen sprechen die jüngsten technischen, wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Entwicklungen dafür, dass das Projekt nun bessere Realisierungschancen besitzt als in den vergangenen Jahrzehnten. Vorläufigen Schätzungen zufolge könnte die jährlich verfügbare Abwärme Erdgasimporte in Höhe von bis zu dreihundert Millionen Kubikmetern ersetzen.

Quelle: enbudapestem.hu,