Ungarn legt Vorschlag zur 17. Grundgesetzesänderung vor
4.7.2026
Nach Abschluss der öffentlichen Konsultation hat
die ungarische Regierung am Samstagnachmittag den Entwurf der 17. Änderung des
Grundgesetzes im Parlament eingebracht, wie Ministerpräsident Péter Magyar
(Tisza - Respekt- und Freiheitspartei) auf Facebook bekanntgab. Erstmals seit
dem Systemwechsel vor 36 Jahren sei die Verfassungsänderung in Ungarn nicht
hinter verschlossenen Türen, sondern im Austausch mit der ungarischen
Bevölkerung ausgearbeitet worden, so Magyar. Einer der zentralen Punkte
des Gesetzesänderungsentwurfs ist die vorzeitige Beendigung des Mandats von
Staatspräsident Tamás Sulyok (parteilos), den Péter Magyar wiederholt als
"Marionette" der vorherigen Orbán-Regierung bezeichnet hatte. Nach
Angaben des Ministerpräsidenten könnte die Gesetzesänderung in etwa einem Monat
in Kraft treten.