Anhaltender Protest nach Straßenbahn-Tragödie in Sarajevo

20.2.2026

Nach der tödlichen Straßenbahn-Tragödie in Sarajevo am 12. Februar demonstrierten Bürger*innen in Sarajevo weiter. Am 21. Februar fand der siebte Protest in Folge statt. Vor dem Landesmuseum Bosnien-Herzegowinas, unweit des Unfallorts, wurde ein mit Fotos der Tragödie beklebter Kleinbus als Mahnmal aufgestellt. Student*innen der Fakultäten in Sarajevo, die die Proteste initiierten, legten dabei eine Forderungsliste mit Fristen von 30, 60 und 90 Tagen vor. Gefordert werden die umgehende Sanierung festgestellter Sicherheitsrisiken im Verkehrssystem, die Ernennung fachlich qualifizierter Personen für alle freien Leitungsfunktionen in der Kantonsregierung und dem kantonalen Verkehrsunternehmen GRAS sowie die Einführung klarer und überprüfbarer Kriterien für die Vergabe sozialer Leistungen, wie kostenlosen Gutscheinen und Schulbüchern, damit diese bedarfsgerecht vergeben und nicht an Kinder von Funktionären oder andere nicht anspruchsberechtigte Personen ausgegeben werden. Zudem verlangen die Demonstrierenden eine Revision des Budgets nach Prioritäten, um Mittel für den Fuhrpark und die Instandhaltung bereitzustellen sowie die Veröffentlichung eines konkreten Maßnahmenplans mit ​​​​benannten Verantwortlichen.​

Quelle: Akta.ba, Sarajevo-Ilidža