Heftige Böen über Zagreb verursachen erhebliche Schäden

3.4.2026

Ende März richtete ein heftiger Sturm in Zagreb erhebliche Schäden an. Tausende Bäume wurden entwurzelt, allein im Park Maksimir rund 3.000. Daneben wurden zahlreiche Dächer, Fahrzeuge und Fassaden beschädigt, so dass Feuerwehr und städtische Dienste tausendfach ausrücken mussten. Nach Einschätzung von Expert*innen ist die kroatische Hauptstadt nicht nur erdbebengefährdet, sondern auch zunehmend starken Winden ausgesetzt. Besonders betroffen seien Stadtteile am Fuß des Medvednica‑Gebirges, der Jadranska‑Boulevard im Südwesten sowie Bereiche entlang der Save und ihrer Brücken. Im Westen Zagrebs, wo die größten Schäden verzeichnet wurden, wurde eine Rekordböe von 120 Stundenkilometern gemessen. Die dicht bebaute Unterstadt gilt zwar als vergleichsweise widerstandsfähig, aber erdbebengeschädigte Gebäude stellen weiterhin ein Risiko dar. Laut Fachleuten kann das Medvednica‑Gebirge die Windstärke je nach Wetterlage verstärken oder abschwächen – abhängig von Intensität und thermischen Eigenschaften der bodennahen Luftschichten. Zugleich verweisen sie auf die Bedeutung traditioneller Bauweisen aus Ziegel und Beton sowie regelmäßiger Instandhaltung. Als besonders gefährdet gilt derzeit der Friedhof Mirogoj, wo mehr als 200 Bäume umgestürzt sind.​​

Quelle: Jutarnji.hr, Zagreb