Stadt der Frauen: Ungarische Journalistinnen zu Besuch in Wien
2.9.2026
Im Vorfeld der Vienna Connect Budapest 2026 zum Thema "Women and the City" wurden drei ungarische Journalistinnen zu einer Recherchereise nach Wien eingeladen. Die Mediendelegation von 2. bis 4. September widmete sich dabei Themen, die auch im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen: der frauengerechten Stadtgestaltung, dem frauengerechten Wohnbau, Frauen und Arbeit sowie Maßnahmen und Projekten im Kontext der Wiener Frauenbefragung.
Frauengerechter Wohnbau bedeutet, gezielt die Alltagsmuster von Frauen und deren Ansprüche zu berücksichtigen. In der Regel sind es immer noch Frauen, die meist zusätzlich zur Berufstätigkeit die gesellschaftlich wichtige Betreuungs- und Versorgungsarbeit leisten. Wesentliche Ziele eines frauengerechten Wohnbaus sind daher die Erleichterung von Haus- und Familienarbeit, die Förderung nachbarschaftlicher Kontakte und ein Wohnumfeld, in dem sich Frauen wohl fühlen und auch abends sicher unterwegs sein können. In Wien werden daher sämtliche Wohnbauvorhaben, die öffentliche Gelder beanspruchen wollen, auf die Anforderung des frauen- und alltagsgerechten Wohnens begutachtet.
Das Stadtquartier Wolfganggasse gilt als Best-Practice-Beispiel für frauengerechten Wohnbau und wurde daher gemeinsam mit Expertinnen der Wohnbauforschung der Abteilung Wohnbauförderung (MA 50) und der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte besucht. Anschließend führte die Tour ins Sonnwendviertel, wo Vertreterinnen der Stadtbaudirektion Einblicke in gendersensible Stadtplanung gaben.
Frauen, Arbeit und Förderprogramme in Wien
Auch der waff (Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds) als zentrale Beratungs- und Förderstelle für berufliche Weiterentwicklung war Teil des Programms. Den ungarischen Journalistinnen wurde vor Ort das Programm FRECH (Frauen ergreifen Chancen) präsentiert – eine Förderschiene, die sich gezielt an den Bedürfnissen von Frauen orientiert und sie bei Weiterbildung beziehungsweise Neuorientierung im Berufsleben unterstützt.
Als historischen Einstieg in das Thema Frauen und Arbeit besuchten die Journalistinnen zuvor die Ausstellung "Alles Arbeit! Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit" im Haus der Geschichte Österreich (HdGÖ).
Der Wiener Weg zur Stadt der Frauen
Ein Hintergrundgespräch mit der amtsführenden Wiener Stadträtin für Wohnen und Frauen, Elke Hanel-Torsch, im Kontext von Wien als Stadt der Frauen rundete die Recherchereise der ungarischen Journalistinnen ab. Im Mittelpunkt stand die Wiener Frauenbefragung "Wien, wie sie will" aus dem Jahr 2022. Mehr Zeit, mehr Raum und mehr Chancen – das wünschen sich die Wienerinnen, die an dieser größten Wiener Frauenbefragung teilgenommen haben. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für konkrete Maßnahmen und Projekte, die sukzessive umgesetzt wurden und werden, darunter die Wiener Frauenwoche.
Weitere Informationen
Vienna Connect Budapest 2026
Geschlechtergerechte Stadtplanung und Stadtentwicklung – Stadt Wien
Wien, wie sie will – Stadt Wien
Wiener Frauenwoche – Stadt Wien
Frauen und Beruf – waff