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Belgrad / Serbien

Große Eingriffe in Belgrader Infrastruktur wegen U-Bahn-Bau

Das Einkaufszentrum am Platz der Republik – jahrelang als Staklenac bekannt – wurde Ende der 1980er Jahre als Ersatz für provisorische Bauten und Kioske errichtet, die bis 1988 dort standen. Auch das Nationaltheater wurde damals wiederaufgebaut, noch vor dem Gipfeltreffen der Bewegung der Blockfreien Staaten 1989. Fast vier Jahrzehnte lang stand dieses provisorische Gebäude im innersten Stadtzentrum von Belgrad auf unsicherem Fundament. Sein Abriss wurde mehrmals angekündigt, zunächst wegen des geplanten Baus eines Opern- und Balletthauses und anschließend wegen des Baus eines multifunktionalen Kulturzentrums. Nun hat Stadtmanager Miroslav Čučković (SNS – Serbische Fortschrittspartei) angekündigt, dass dieses Gebäude in wenigen Monaten abgerissen wird, da es den Vorbereitungen für den U-Bahn-Bau weichen müsse. Im Zuge dieser Arbeiten soll neben dem Staklenac-Gebäude auch der Bajlonijeva-Markt bis Ende des Jahres abgerissen werden. Das Belgrader Stadtbild werde sich in den kommenden Monaten verändern. Neben den bereits erwähnten Gebäuden sollen auch zahlreiche Industriegebäude in der Nähe der Pančevački-Brücke abgerissen werden. Zudem stehe die Sperrung des Despota‑Stefana‑Boulevards bevor, da dort der dritte Tunnelbohrer für den Bau eines Tunnels zwischen Save‑ und Donauufer eingesetzt werden soll. Die Sperre ist auf rund zwei Jahre angelegt und soll im August dieses Jahres beginnen.

Belgrad / Serbien

Regierung in Serbien schafft Anreize für klimafreundliche Investitionen

Die serbische Regierung hat zwei Verordnungen verabschiedet, die die Wirtschaft im Dekarbonisierungsprozess systematisch unterstützen und Investitionen in grüne Technologien fördern sollen. Es handelt sich um die Verordnung über die Bedingungen, Kriterien und die Art der Gewährung von Anreizen zur Dekarbonisierung sowie die Fristen und die Art der Berichterstattung über die Verwendung dieser Mittel. Hinzu kommt die Verordnung über Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Äquivalent-Emissionen (CO2eq) und die Art der Berichterstattung über die umgesetzten Maßnahmen. Umweltministerin Sara Pavkov (SNS – Serbische Fortschrittspartei) erklärte, die Verabschiedung der Verordnungen sei ein wichtiger Schritt zur Etablierung eines Unterstützungssystems für die heimische Wirtschaft, um sich an die neuen Marktbedingungen in Europa anzupassen. Angesichts zunehmend strenger Klimaauflagen auf dem europäischen Markt ergreife die Republik Serbien Maßnahmen, um der heimischen Wirtschaft einen planbaren und schrittweisen Anpassungsprozess an die neuen Vorgaben zu ermöglichen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Investitionen in moderne Technologien zu fördern, erklärte Pavkov. Laut ihren Angaben wurde ein transparentes und wettbewerbsfähiges Modell für die Mittelvergabe geschaffen, das eine effiziente Nutzung der Haushaltsmittel und eine direkte Unterstützung der Wirtschaft gewährleisten soll. Ziel ist es, Unternehmen zu Investitionen in grüne Technologien zu ermutigen, die ihre Geschäftstätigkeit auf dem europäischen Markt erleichtern und zu einer langfristigen, nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Belgrad / Serbien

Mehr als 1.000 Einwände gegen Belgrader Abfallsammelzentrum

Nach mehr als 1.000 Einwänden innerhalb von nur zwei Tagen hat der Belgrader Bezirk Palilula den Prozess der öffentlichen Einsichtnahme für den Bau eines großen Abfallsammelzentrums oberhalb des Stadtteils Lešće vorläufig gestoppt. Die Anlage war vorgesehen, um die Deponie in Vinča zu entlasten, indem dort Abfälle aus den Bezirken Palilula, Zvezdara, Stari Grad, Vračar und Savski venac verarbeitet werden. Angesichts der massiven Gegenreaktionen setzte der Bezirk die öffentliche Einsicht in den Entwurf des detaillierten Regulierungsplans für die Umladestation, das Recyclingzentrum sowie die Einrichtungen des städtischen Reinigungsbetriebs aus. Laut Bezirk wurde diese Entscheidung nach der Auswertung zahlreicher Einwände der Bürger*innen getroffen. Bezirksvorsteherin Ivana Medić (parteilos) betonte, die Sorgen der Bevölkerung würden ernst genommen. Alle Argumente und möglichen Auswirkungen auf die Lebensqualität müssten erneut geprüft werden. Die zuständigen Institutionen seien nun ersucht, die vorgeschlagene Lösung zu überarbeiten. Das Projekt umfasst eine Fläche von rund 29 Hektar, die derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Kernstück ist eine Umladestation mit Recyclingzentrum auf 12,6 Hektar, ergänzt durch Anlagen wie Zugangskontrolle, Sortieranlage, Lkw‑Waage und Verwaltungsgebäude. Zudem ist auf weiteren 1,7 Hektar ein Standort des städtischen Unternehmens "Stadtreinigung" vorgesehen.

Belgrad / Serbien

Ausschreibung für geplantes Pumpspeicherkraftwerk in Serbien gestartet

Die US amerikanische Botschaft in Serbien hat eine Ausschreibung zur Interessenbekundung für die Beteiligung am Bau des Pumpspeicherkraftwerks Djerdap 3 – eines der größten Energieprojekte Südosteuropas – veröffentlicht. Interessierte Unternehmen können ihre Absichtserklärungen bis zum 25. Juni 2026 beim serbischen Ministerium für Bergbau und Energie einreichen. Ziel ist die Auswahl strategischer Partner*innen für Planung, Finanzierung und Bau. Das Projekt ist als Hybrid Pumpspeicherkraftwerk am Donaukilometer 1007 in der Gemeinde Golubac (Ostserbien) geplant. Vorgesehen ist, bei Stromüberschuss Wasser aus dem Djerdap See in die oberen Speicherbecken "Pesača" und "Brodica" zu pumpen und bei hoher Nachfrage zur Stromerzeugung zurückzuführen. Die Leistung soll 2.400 Megawatt betragen – ergänzt durch bis zu 400 Megawatt aus erneuerbaren Energien (Wind und Sonne). Das Investitionsvolumen liegt bei rund 2,63 Milliarden Euro, die Fertigstellung ist für 2038 vorgesehen. Die US amerikanische Beteiligung wird seit 2021 vorbereitet, als der Konzern Bechtel Interesse bekundete. 2022 übernahm das Unternehmen die Erstellung technischer Studien. Einen wichtigen Schritt stellte das 2024 in Washington unterzeichnete zwischenstaatliche Energieabkommen dar, das im März 2025 in Kraft trat und die rechtliche Grundlage für die Einbindung US-amerikanischer Unternehmen schuf. Das Projekt steht jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Rumänien ist direkt betroffen, da sich die bestehenden Wasserkraftwerke Djerdap 1 und Djerdap 2 als gemeinsame serbisch rumänische Anlagen auf einem Grenzabschnitt der Donau befinden und von beiden Staaten gemeinsam betrieben werden. Entsprechend könnten Veränderungen des Wasserregimes durch Djerdap 3 unmittelbare Auswirkungen auf deren Betrieb und Stromproduktion haben. Bukarest äußerte daher Bedenken hinsichtlich möglicher Risiken für Stabilität und Ertrag der bestehenden Anlagen. Bilaterale Gespräche und hydrologische Prüfungen sind im Gange. Darüber hinaus warnen Expert*innen und Umweltverbände vor potenziellen negativen Folgen für die Biodiversität, da Teile des Projekts im Schutzgebiet des Nationalparks Djerdap umgesetzt werden sollen.

Belgrad / Serbien

Vierter großer Student*innenprotest im Zentrum Belgrads

Am Samstag, dem 23. Mai 2026, veranstaltete die Bewegung "Studierende im Protest" in Belgrad ihre mittlerweile vierte große Kundgebung im Stadtzentrum auf dem Slavija-Platz. Dabei forderten die Student*innen erneut Neuwahlen und riefen die Staatsanwaltschaft dazu auf, ihre Arbeit unabhängig und konsequent wahrzunehmen. Nach Berichten einzelner Medien nahmen rund 200.000 Menschen an der Versammlung teil. Die Redner*innen präsentierten Teile eines politischen Programms, das unter anderem Reformen in den Bereichen Justiz, Gesundheitswesen, Bildung, Landwirtschaft und Kultur umfasst. Mehrere Stunden vor Beginn der Kundgebung auf dem Slavija-Platz trafen im Pionirski-Park zahlreiche Unterstützer*innen der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) ein. Die zunächst friedlich verlaufene regierungskritische Kundgebung eskalierte später, als es zu Zusammenstößen zwischen unterschiedlichen Demonstrant*innengruppen – darunter auch Fußball-Hooligans – sowie der Polizei kam. Die anhaltenden, massiven Proteste von Studierenden und Bürger*innen gegen die Regierung waren nach der Tragödie am Bahnhof von Novi Sad entstanden, bei der 16 Menschen ums Leben kamen und eine weitere Person schwer verletzt wurde. Anderthalb Jahre nach diesem Unglück sind weder die Verantwortlichkeiten abschließend geklärt noch wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Die Studierenden fordern sowohl strafrechtliche als auch politische Konsequenzen für die Ereignisse sowie die Ausschreibung vorgezogener Parlamentswahlen. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić (SNS) erklärte in dieser Woche, dass entsprechende Wahlen im Zeitraum zwischen September und November 2026 angesetzt werden sollen.

Belgrad / Serbien

EXPO 2027: Belgrad setzt auf Großprojekte zur Stadtentwicklung

​Belgrad tritt im Vorfeld der EXPO 2027 in eine neue Phase umfangreicher Infrastrukturprojekte ein. Diese sollen das Stadtbild verändern, den Verkehr verbessern und den Bürger*innen neue Räume entlang von Save und Donau erschließen, erklärt Stadtmanager Miroslav Čučković (SNS – Serbische Fortschrittspartei). Zu den Prioritäten zählen die Vorbereitungen für die EXPO, der Start großer Infrastrukturvorhaben wie der Bau der Belgrader U-Bahn sowie ein Tunnel von der Wirtschaftsfakultät bis zur Despota-Stefana-Straße. Promenaden auf der Seite von Neu-Belgrad und Zemun sowie im Abschnitt von Belgrad am Wasser bis zur Ada Ciganlija sollen neu gestaltet werden. Donauufer, Save-Deich und bislang vernachlässigte Flächen werden in Promenaden, Parks und Ra​dwege umgewandelt, mit dem Ziel, Belgrad wieder stärker an seine Flüsse anzubinden und den Zugang für die Bevölkerung zu öffnen.​ Geplant sind zudem zwei Brücken, eine Fuß- und Radwegbrücke, die den Turm in Belgrad am Wasser mit dem Riesenrad verbindet, sowie eine Verkehrsbrücke mit Straßenbahngleisen und Zufahrtsboulevards von Neu-Belgrad. Eine neue Brücke soll die linke und rechte Flussseite verbinden und insbesondere die Anbindung von Mirijevo, Karaburma und Višnjica an das Stadtzentrum verbessern, so Čučković. Dadurch wird eine spürbare Entlastung des Innenstadtverkehrs erwartet: Mehr als 30 Linien des öffentlichen Verkehrs sollen künftig nicht mehr durch das Zentrum führen, wodurch Staus und Umweltbelastungen reduziert werden. 

Belgrad / Serbien

Neue Strategie zur Stärkung des serbischen Bergbausektors

Das serbische Parlament hat die Strategie für die Bewirtschaftung der mineralischen und geologischen Ressourcen der Republik Serbien bis 2040 mit Prognosen bis 2050 verabschiedet. Aus diesem Anlass erklärte die Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović (parteilos), dass die Republik Serbien seine mineralischen Ressourcen verantwortungsvoll und nachhaltig nutzen wolle und einen technologisch fortschrittlichen sowie wettbewerbsfähigen Bergbausektor entwickeln werde. "Bisher verfügte Serbien über keine strategische Politik in diesem Bereich – die letzte Strategie wurde 2011 erarbeitet, aber nie vom Parlament verabschiedet. Die natürlichen Ressourcen werden in diesem Dokument nicht nur als Rohstoffbasis betrachtet, sondern als strategisches Potenzial für wirtschaftliche Entwicklung, industriellen Fortschritt, Energiesicherheit und die Stärkung der Energieunabhängigkeit. Der Staat wird weder die unkontrollierte Ausbeutung mineralischer Rohstoffe zulassen noch die Entwicklung behindern", so die Ministerin. Die Strategie basiere auf drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung: Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Die erste Säule umfasse Investitionen, die die Stabilität der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen sichern sollen. Die zweite Säule beinhalte die Verbesserung des Umweltschutzes, die Anwendung der Prinzipien des nachhaltigen Bergbaus und die Reduzierung negativer Auswirkungen durch den Einsatz moderner Technologien. Die dritte Säule umfasse die Personalentwicklung, die Stärkung der Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften und die Verbesserung der Transparenz im Sektor.​

Belgrad / Serbien

Serbien fördert Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden

Das serbische Ministerium für Bergbau und Energie hat eine Ausschreibung zur Finanzierung von Projekten zur Verbesserung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden veröffentlicht. Bewerben können sich lokale Selbstverwaltungen sowie Gemeinden bis zum 8. Mai 2026. Die Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović (parteilos), erklärte, dass die insgesamt für diese Ausschreibung vorgesehenen Mittel in diesem Jahr etwa 3,2 Millionen Euro betragen. "Gebäude wie Schulen, Kindergärten, Gesundheitszentren, Kulturzentren, Gemeindegebäude und Sporthallen gehören zu den größten Energieverbrauchern in den lokalen Selbstverwaltungen", sagte Đedović Handanović. Sie betonte, dass das Ziel dieser Maßnahmen darin bestehe, Städten und Gemeinden zu ermöglichen, den Energieverbrauch und die Energiekosten zu senken und gleichzeitig die Bedingungen für Bürger*innen zu verbessern, die die öffentlichen Einrichtungen nutzen. "Ich rufe alle Städte und Gemeinden dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen, ihre Projekte einzureichen, damit wir gemeinsam zu einem rationalen Energieverbrauch beitragen – auf eine Weise, die den Komfort der Nutzer*innen öffentlicher Dienstleistungen erhöht und zugleich einen positiven Effekt auf den Umweltschutz hat", so Đedović Handanović. Im Rahmen des Programms zur Verbesserung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden werden Maßnahmen finanziert wie der Austausch von Fenstern und Türen sowie die Verbesserung der Dämmung, der Austausch von Heizkesseln, die Installation von Wärmepumpen, die Installation von Solarpaneelen zur Energieerzeugung und Solarkollektoren für Warmwasser sowie die Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung. Đedović Handanović fügte hinzu, dass sich das Ministerium für Bergbau und Energie an der Finanzierung einzelner Projekte mit 70 Prozent bis zu maximal 250.000 Euro beteiligen werde und die lokalen Selbstverwaltungen 30 Prozent der Kosten zu übernehmen haben.​

Belgrad / Serbien

Serbisches Krankenhaus aus dem 18. Jahrhundert wird zu Kulturzentrum

In Sremski Karlovci nimmt das geplante Kulturzentrum konkrete Formen an. Nachdem die Gemeinde das historische Gebäude im vergangenen Jahr mit Mitteln aus dem Provinz‑ und Staatsbudget erworben hatte, schrieb die lokale Verwaltung im Februar 2026 einen Wettbewerb für die Erstellung der Planungs‑ und technischen Unterlagen aus. Am 20. März fiel die Entscheidung: Den Auftrag erhält die AG Institut GmbH aus Novi Sad, die nun die Grundlage für den künftigen Umbau erarbeiten wird.  Das Gebäude, in dem das Kulturzentrum untergebracht werden soll, war im 18. Jahrhundert ein Krankenhaus. Nachdem Karlovci 1753 den Status einer freien militärischen Gemeinschaft erlangte, erhielt sie das Recht, auf ihrem Gebiet alle Lebensbereiche zu organisieren, einschließlich der Gesundheitsversorgung. Die Einwohner*innen von Karlovci verpflichteten sich, das Krankenhaus aus eigenen Mitteln zu bauen und zudem einen Fonds einzurichten, aus dem arme und kranke Menschen versorgt werden sollten. Es ist bekannt, dass das Gebäude zunächst auf instabilem Untergrund errichtet wurde, weshalb es 1797 abgerissen und zwei Jahre später auf besserem Boden neu gebaut wurde. Geplant ist, den Sitz verschiedener Vereine im Gebäude unterzubringen, die in der Gemeinde tätig sind. Es besteht auch die Möglichkeit, Teile des Gebäudes langfristig oder kurzfristig zu vermieten, um so die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Zentrums zu sichern.

Belgrad / Serbien

Fast ein Drittel der serbischen Oberschüler*innen konsumiert Alkohol im Übermaß

Die aktuelle ESPAD‑Erhebung zum Alkohol‑ und Drogenkonsum unter Jugendlichen zeigt, dass Serbien beim Rauschtrinken über dem europäischen Durchschnitt liegt. Während in vielen westeuropäischen Ländern – etwa Island oder den nordischen Staaten – der Alkoholkonsum unter Jugendlichen deutlich zurückgeht, bleibt dieser Trend in Serbien aus. Jugendliche trinken hier häufiger und intensiver als ihre Altersgenossen in Europa. Expert*innen sehen darin ein Zeichen dafür, dass Alkohol weiterhin als selbstverständlicher Bestandteil der Sozialisation gilt. Die Studie erfasste knapp 114.000 Schüler*innen im Alter von 15 und 16 Jahren aus 37 europäischen Ländern, darunter Serbien. Die nationale Stichprobe umfasste 3.835 Schüler*innen der ersten beiden Oberschulklassen. Die Ergebnisse zeigen: Alkohol ist in Serbien nach wie vor die zugänglichste und am weitesten verbreitete Substanz. Über 80 Prozent der Jugendlichen geben an, leicht an Alkohol zu kommen und mehr als die Hälfte hat im letzten Monat mindestens ein alkoholisches Getränk konsumiert. Trotz eines leichten langfristigen Rückgangs bleibt Rauschtrinken ein gravierendes Problem – fast ein Drittel der Befragten berichtet, sich im letzten Monat betrunken zu haben. Im Gegensatz dazu liegt der Cannabiskonsum serbischer Jugendlicher deutlich unter dem europäischen Niveau. Während in Ländern wie Tschechien, Frankreich oder Italien ein Fünftel bis ein Drittel der 15‑ bis 16‑Jährigen Cannabis probiert hat, sind es in Serbien lediglich rund fünf Prozent. Fachleute führen dies teils auf einen Verschiebungstrend hin zu digitalen Aktivitäten zurück – insbesondere Gaming und Online‑Glücksspiele. Besorgniserregend ist die Entwicklung im Bereich Glücksspiel: Serbische Jugendliche zählen hier zu den Negativspitzenreiter*innen Europas: 14 Prozent der 15‑ und 16‑Jährigen spielen, was über dem europäischen Durchschnitt liegt. Die hohe Dichte von Wettbüros in unmittelbarer Nähe zu Schulen erleichtert Jugendlichen den Zugang erheblich – anders als in den meisten EU‑Ländern, wo Glücksspiel stärker reguliert und räumlich vom Alltag abgeschirmt ist. Die Forscher*innen warnen daher vor einer problematischen Form der "Modernisierung": Während Jugendliche weniger zu Cannabis oder Zigaretten greifen, steigen digitale Abhängigkeiten und Glücksspielverhalten deutlich an.

Belgrad / Serbien

Bertelsmann Stiftung: Serbien auf dem Weg zu moderater Autokratie

Im neuen Transformationsindex der deutschen Bertelsmann Stiftung wird Serbien in die Kategorie der moderaten Autokratien eingeordnet, mit begrenzter wirtschaftlicher Transformation und schwacher Regierungsführung. "Die Demokratie in Serbien verschlechtert sich weiterhin, mit erheblichen Rückschritten bei den Wahlbedingungen, der Rechtsstaatlichkeit und der Pressefreiheit sowie einem Anstieg der politischen Polarisierung", heißt es im Bericht. Der Index stellt fest, dass in Serbien und Georgien die regierenden Parteien über Jahre hinweg den Staat zunehmend "gefangen genommen" und demokratische sowie verfassungsmäßige Institutionen untergraben haben und dass Wahlen aufgrund schwerwiegender Manipulationen nicht mehr den minimalen demokratischen Standards entsprechen. "Präsident Aleksandar Vučić und die Serbische Fortschrittspartei dominieren das politische System, indem sie effektiv Regierung, Parlament und Justiz kontrollieren, obwohl der Präsident laut Verfassung überwiegend eine zeremonielle Rolle innehat", heißt es im Bericht. Außerdem soll das Regime die Wahlmanipulation intensiviert haben und systematisch den Wahlprozess missbrauchen, zum Beispiel indem Kommunalwahlen ohne Begründung in zwei Teilen abgehalten werden, um illegale Wähler*innenwanderungen zu ermöglichen, um die Ergebnisse zu beeinflussen. Branka Latinović, Vizepräsidentin des Forums für internationale Beziehungen bezeichnete die Analyse der Stiftung als hervorragenden Bericht, umfassend, übersichtlich und detaillierter als die Fortschrittsberichte der EU-Kommission selbst. "Es gibt hier keine großen Unterschiede zu den Bewertungen im Bericht der EU-Kommission. Der Unterschied ist, dass dieser Bertelsmann-Bericht umfassender und deutlich negativer ist, was sich in den Bewertungen des Rückschritts Serbiens zeigt, aufgrund derer es nun als Autokratie eingestuft wird", so Latinović.  Dem Bertelsmann‑Index zufolge setzt sich die serbische Opposition aus einer Vielzahl politischer Parteien und Bewegungen zusammen, die für sich genommen nur begrenzte Stärke aufweisen und daher gezwungen sind, in Wahlkoalitionen zusammenzutreten. Zivilgesellschaftliche Akteur*innen und unabhängige Medien geraten laut Bericht zunehmend unter systematischen Druck – dazu zählen Einschüchterungen, Schmutzkampagnen, strategische Klagen sowie Überwachungsmaßnahmen. Darüber hinaus würden die Massenproteste der Jahre 2024-2025 von der Regierung als "destabilisierende Bemühungen mit Unterstützung aus dem Ausland" dargestellt und damit delegitimiert.

Belgrad / Serbien

Förderung für Unternehmerinnen in ländlichen Regionen Serbiens

Die serbische Regierung hat ein neues Programm zur finanziellen Unterstützung von Frauen in ländlichen Gebieten gestartet. Im Staatshaushalt sind dafür etwa 420.000 Euro vorgesehen. Die Mittel sind für kleinere Subventionen vorgesehen. Ziel des Programms ist die Förderung von weiblichem Unternehmertum und nachhaltigem Wirtschaftswachstum, mit besonderem Fokus auf von Frauen geführte Unternehmen in ländlichen Regionen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze außerhalb städtischer Gebiete. Auch ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Serbien können teilnehmen, sofern sie die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllen. Ein wichtiges Kriterium betrifft Rohstoffe: In der Produktion müssen ausschließlich Rohstoffe aus Serbien verwendet werden, um die Nutzung lokaler Lieferant*innen und Ressourcen zu fördern. Die Mittel sind in erster Linie für Investitionen vorgesehen: den Kauf neuer Maschinen, Werkzeuge, Computerhardware und Softwarelizenzen, die direkt mit dem Produktionsprozess verbunden sind. Die Finanzierung kann bis zu 100 Prozent der Investitionskosten einschließlich der Mehrwertsteuer abdecken, wobei die Höhe der Zuschüsse zwischen circa 2.500 und 8.500 Euro liegt. Das Programm richtet sich vor allem an die verarbeitende Industrie – Lebensmittelproduktion, Textilien, Kleidung, Leder, bestimmte Holzprodukte, Parfums, Kosmetika, ätherische Öle und Produkte aus nichtmetallischen Mineralien.​

Belgrad / Serbien

Das erste Cyprus Filmfestival in Belgrad

Belgrad wird am 12. und 13. März 2026 Gastgeber des Cyprus Filmfestivals "Filmische Horizonte – Neuer Cyprusfilm" sein, das in der Jugoslawischen Kinothek stattfindet. Das Festival präsentiert erstmals systematisch zeitgenössisches zyprisches Kino für das Publikum in Serbien. Zu sehen sind Filme, die internationale Auszeichnungen gewonnen haben und weltweit Millionen von Zuschauer*innen erreichten. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturprogramms der zyprischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union 2026 statt – mit Unterstützung des Kulturministeriums von Zypern und unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Republik Zypern in Belgrad. "Zypern ist ein kleines Land mit großen Geschichten. Unsere Filme entstehen aus lokalen Erfahrungen, sprechen aber eine universelle Sprache der Emotionen, die das Publikum von New York bis Berlin versteht. Besonders freuen wir uns, dass sie nun auch das Belgrader Publikum entdecken wird", erklärte die künstlerische Direktorin des Festivals, Hristina Hadžiharalabus. Das Festival wird am 12. März 2026 um 18:30 Uhr mit dem Film "Find Me Falling" der Regisseurin Stelana Kliris eröffnet. Der Film war der erste zyprische Titel auf Netflix und zwei Wochen lang auf der globalen Liste der meistgesehenen Filme mit über 30 Millionen Aufrufen. Die Vorführung in Belgrad findet in Anwesenheit der Regisseurin statt, mit anschließender Publikumsdiskussion.​

Belgrad / Serbien

EU-Kommission fordert Stopp der Justizgesetzänderungen in Serbien

Der EU-Justizkommissar Michael McGrath hat bei einem Treffen am 5. Februar 2026 in Brüssel mit dem serbischen Justizminister Nenad Vujić (parteilos) dazu aufgerufen, die verabschiedeten Änderungen der Justizgesetze auszusetzen und dringend zu überprüfen. Das Thema des Treffens in Brüssel war das Paket von Justizgesetzen, die die Nationalversammlung Serbiens kürzlich verabschiedet hat und die der serbische Präsident Aleksandar Vučić (SNS – ​​Serbische Fortschrittspartei) trotz des Widerstands von Fachleuten und der Kritik aus der EU unterzeichnete. Der Sprecher der Europäischen Kommission, Guillaume Mercier, forderte die zuständigen Behörden auf, rechtliche Wege zu finden, um die Anwendung der Änderungen auszusetzen und umgehend eine Revision der verabschiedeten Änderungen einzuleiten, damit auf die vorgebrachten Einwände eingegangen werden kann. Die Revisionen müssten einen transparenten und inklusiven Konsultationsprozess mit allen relevanten Akteur*innen, einschließlich der Europäischen Kommission und der Venedig-Kommission, respektieren. Mercier wiederholte, dass die Europäische Kommission das Unterzeichnen der Änderungen zentraler Justizgesetze durch den Präsidenten Serbiens bedauere. Bereits in der vergangenen Woche hat die Europäische Kommission ihren Standpunkt deutlich gemacht. Die Änderungen würden einen deutlichen Rückschritt auf dem Weg Serbiens zur EU-Mitgliedschaft darstellen.

Belgrad / Serbien

Areal des Belgrader Messegeländes wird umgewidmet

Das aktuelle Belgrader Messeareal soll eine neue Widmung bekommen. Wie das private Unternehmen "Belgrade Waterfront" ankündigte, soll demnächst eine Architekturausschreibung für die Sanierung der Messehallen 2 und 3 veröffentlicht werden, während die größte Halle 1 laut früheren Ankündigungen in eine Oper und ein Theater umgewandelt werden soll. Auf dem Areal am rechten Ufer der Save zwischen der einstigen Alten Bahnbrücke sowie der Brücke an der Save-Insel soll demzufolge das neue Stadtviertel namens "Belgrade Waterfront Marina" entstehen. Die genannten Messehallen sollen als geschützte Kulturdenkmäler ihren authentischen Charakter behalten sowie für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben – allerdings mit neuer Verwednung. So sollen die Hallen 2 und 3 eine Schule, einen Kindergarten sowie eine moderne Gesundheitseinrichtung und zahlreiche Kulturinhalte beheimaten. Auf der anderen Seite sollen in der größten Messehalle eine Opernbühne, ein Theater und ein Kabarett untergebracht werden. Diese Halle würde inmitten einer begrünten Fußgänger*innen-Zone liegen. Die Pläne für die Umgestaltung der Messe Belgrad werden vom britischen Architekturbüro "WilkinsonEyre" erstellt. Die Umwidmung des Messeareals wird von heftiger Kritik der Öffentlichkeit begleitet. Ursprünglich war zunächst die Räumung von allen Messehallen mit Ausnahme der Halle 1 vorgesehen, nach einer öffentlichen Debatte konnte die Erhaltung von allen drei Hallen erreicht werden. Die neue Messe Belgrad entsteht bereits im westlichen Außenbezirk Surčin im Rahmen der geplanten Sonderausstellung "Expo Belgrade 2027".

Belgrad / Serbien

Protest serbischer Lkw-Fahrer*innen gegen EU-Einreiseregeln erfolgreich

Die serbischen Lkw-Fahrer*innen haben am 30. Jänner 2026 die fünftägigen Blockaden der Grenzübergänge zu Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) beendet. Die Lkw-Fahrer*innen protestierten aufgrund der neuen EU-Regeln in Bezug auf den Aufenthalt von Nicht-EU-Staatsbürger*innen, die einen Verbleib im Schengener-Raum von höchstens 90 Tagen während eines Zeitraums von sechs Monaten vorsehen. Die Freigabe der Grenzübergänge erfolgte, nachdem aus Brüssel ein Vorschlag für die Problemlösung unterbreitet wurde. Die Berufskraftfahrer*innen verlangten, dass sie von der neuen Regel ausgenommen werden, da sie aufgrund der Art der Arbeit die vorgeschriebenen Aufenthaltsfristen nicht einhalten können. Manche ihrer Kolleg*innen wurden in den Tagen vor den Blockaden in EU-Staaten wegen Überschreitung der Aufenthaltsregel festgenommen und mit einem EU-Einreiseverbot abgeschoben. Die Europäische Kommission reagierte nach den Grenzblockaden mit einer Visumspolitik-Strategie, in deren Rahmen die Lkw-Lenker*innen als eine Sonderkategorie von Arbeitnehmer*innen eingestuft werden. Für sie wird ein so genannte verlängerter Kurzaufenthalt vorgesehen. Details zu diesem Aufenthaltsmodell sollen noch bekanntgegeben werden, doch es wird davon ausgegangen, dass Profilenker*innen, Sportler*innen und Künstler*innen von der Aufenthaltsregel ausgenommen werden. Neben serbischen LKW-Fahrer*innen organisierten auch ihre Kolleg*innen aus Montenegro, Nordmazedonien und Bosnien-Herzegowina Grenzblockaden.

Belgrad / Serbien

Erneuter Vorwurf der Schein-Ausschreibung bei den Belgrader Öffis

Problematische Voraussetzungen bei der Anschaffung von neuen Straßenbahnen für die Stadt Belgrad werden nun auch von europäischen Straßenbahnhersteller*innen kritisiert. Wie die Gewerkschaft "Zentrum" der Städtischen Verkehrsbetriebe Belgrad (GSP) bekanntgab, wurden bei der Ausschreibungskommission der GSP bislang mehr als 50 Beschwerden und Fragen von europäischen Schienenfahrzeughersteller*innen eingereicht. Sie alle beziehen sich auf vorgetäuschte Ausschreibungen, in deren Rahmen Bedingungen vorgegeben werden, die einen bestimmten Straßenbahnhersteller favorisieren. In diesem Fall geht es um den Kauf von 85 Kurz-Zügen, der allen Anschein nach auf den türkischen Hersteller Bozankaya zugeschnitten wurde. Bozankaya wurde bereits mit der Lieferung von 25 normalen Straßenbahnen beauftragt, die Behauptungen von GSP-Gewerkschaften sowie Nichtregierungsorganisationen zufolge großzügig überbezahlt wurden. Im Rahmen von Beschwerdeschreiben verlangten die europäischen Schienenfahrzeugbauer*innen ein ernsthaftes Vorgehen der zuständigen Behörden. Wie die GSP-Gewerkschaft erklärte, soll die laufende Ausschreibung für 85 Züge vorerst verschoben werden, wobei die Hersteller*innen aus der Europäischen Union (EU) zweifellos die vollständige Einstellung des Tenderverfahrens verlangen werden. Die GSP und die Stadt Belgrad waren in naher Vergangenheit immer wieder mit Anschuldigungen wegen der Favorisierung von chinesischen und türkischen Bushersteller*innen bei Ausschreibungen konfrontiert. Busse fraglicher Qualität wurden dabei in der Regel überbezahlt.

Belgrad / Serbien

Serbische Lkw-Fahrer*innen blockieren Grenzen

Seit dem 26. Jänner 2026, 12 Uhr, blockieren Lkw-Fahrer*innen aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro zahlreiche Gütergrenzübergänge zu den Schengen-Staaten. Hintergrund ist das Entry/Exit-System (EES), das ihren Aufenthalt in Schengen-Ländern auf 90 Tage innerhalb von sechs Monaten begrenzt. Die Transportunternehmen kündigen an, die Blockaden erst zu beenden, wenn eine Lösung gefunden sei. In Serbien sind derzeit 15 Grenzübergänge betroffen, darunter Batrovci, Šid, Bačka Palanka, Kelebija, Horgoš, Gradina und Preševo. Nach Angaben der Branche gefährdet die neue Aufenthaltsregel den Warenverkehr massiv: Viele Fahrer*innen würden ihre 90‑Tage‑Quote rasch ausschöpfen, wobei kein ausreichender Ersatz zur Verfügung stehe. Damit werde Export und Import aus den drei Ländern praktisch unmöglich. Bis Oktober 2025 wurden Aufenthaltszeiten per Passstempel kontrolliert. Seit 12. Oktober 2025 erfolgt die Registrierung digital. Fahrer*innen berichten, der aktuelle EES‑Testbetrieb laufe noch bis 10. April, danach würden bei Verstößen bereits Lkw beschlagnahmt und Fahrer*innen abgeschoben werden – entsprechende Fälle seien bereits bekannt. Die Fahrer*innenverbände fordern, Berufskraftfahrer*innen vorübergehend von der 90/180-Regel auszunehmen. Sie sollen als grenzüberschreitende Arbeitnehmer*innen behandelt werden, die mit gültigen Ausweisdokumenten und vollständigen Frachtpapieren ihrer Tätigkeit weiterhin ungehindert nachgehen dürfen.​

Belgrad / Serbien

Private Behandlungskosten in Serbien: 664 Euro pro Patient*in im Jahr

Laut einem Bericht der Weltbank haben die Bürger*innen Serbiens die dritthöchsten Ausgaben für Privatbehandlungen in der Region zu leisten. Jede*r Bürger*in in Serbien gibt jährlich 664 Euro aus eigener Tasche für Behandlungen bei privaten Ärzt*innen aus, was etwa 35 Prozent der gesamten Gesundheitskosten der Patient*innen ausmacht. Vergleichsweise geben nur die Bürger*innen Montenegros und Bulgariens mehr aus, während die Kosten für Patient*innen in Kroatien, Slowenien und Rumänien deutlich niedriger sind. Solche Daten weisen für Sava Pilipović vom Patient*innenverband auf strukturelle Defizite im serbischen Gesundheitswesen hin. Die hohen Kosten führt Pilipović auf den Mangel an Ärzt*innen und freien Terminen für Fachuntersuchungen in staatlichen Einrichtungen zurück. Die Gewerkschaft Nezavisnost  betont, dass eine Reform der öffentlich-privaten Partnerschaften im Gesundheitswesen sowie höhere Krankenversicherungsbeiträge dazu beitragen könnten, die Ausgaben der Bürger*innen zu senken. Dadurch könnten komplexe und teure Operationen sowie andere Leistungen vom Staat übernommen werden.  Im Bericht der Weltbank wird auch festgestellt, dass Serbien auf 100.000 Einwohner*innen 19 Ärzt*innen ausbildet , mehr als der EU-Durchschnitt von 13 Ärzt*innen. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass Serbien ein Problem mit einem Mangel an qualifiziertem Personal hat.