Am 28. Jänner 2026 kamen Wiener und Prager Expert*innen in einem Online-Workshop zusammen, um sich über die zukünftige Ausrichtung des Fernbusverkehrs in ihren Städten auszutauschen. Im Mittelpunkt stand das internationale Fernbus-Terminal am Wiener Handelskai, das sich derzeit in Umsetzung befindet. Ziel war es, den Prager Teilnehmer*innen Einblicke in die Erfahrungen Wiens zu geben und einen fachlichen Dialog über strategische, planerische und betriebliche Aspekte der internationalen Busverkehrsinfrastruktur zu führen.
Ein moderner und nachhaltiger Fernbusverkehrsknotenpunkt mit 30 überdachten Bussteigen sowie einem anliegenden Hotel wird die bisherigen Standorte in Wien ersetzen.
Das Projekt wurde im Online-Termin von Expert*innen der WH Fernbus-Terminal Projektentwicklung – ein Unternehmen der Wien Holding – präsentiert. Auf Prager Seite waren das Institut für Stadtplanung und Entwicklung der Stadt Prag (IPR), der Regionale Organisator für integrierten Verkehr in Prag (ROPID) sowie die Prager Stadtverwaltung vertreten.
Das Büro für Verkehrsinfrastruktur des IPR beschäftigt sich aktuell mit der geplanten Neugestaltung des Busbahnhofs Florenc, der unweit des historischen Stadtzentrums Prags liegt. Dieser steht seit 2023 gemeinsam mit den angrenzenden Liegenschaften im Eigentum eines privaten Unternehmens. In Abstimmung mit dem Eigentümer wird die Stadt Prag in naher Zukunft klären, ob eine Verlagerung des Busbahnhofareals, eine Verringerung seiner Kapazitäten oder eine Dezentralisierung des Fernbusverkehrs erfolgen soll.
Begleitend dazu arbeitet das IPR an einer umfassenden Studie zur zukünftigen Organisation des Fernbusverkehrs in Prag. Diese soll als Entscheidungsgrundlage für einen geeigneten strategischen Ansatz für die Weiterentwicklung des Fernbusverkehrs in der tschechischen Hauptstadt dienen. Dabei werden auch international bewährte Praktiken berücksichtigt.
Im Fokus des Workshops standen die zentralen Aspekte des Wiener Projekts – insbesondere der Prozess der Standortwahl für den Busbahnhof sowie die zugrunde liegenden Analysen und Entscheidungsgrundlagen, etwa verkehrliche, städtebauliche und wirtschaftliche Untersuchungen.
Entscheidend für die Standortwahl waren die optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr und das Autobahnnetz, die Lage außerhalb des Stadtzentrums zur Entlastung der Innenstadt vom zusätzlichen Verkehr sowie das im Eigentum der Stadt Wien stehende Areal.
Darüber hinaus wurden das konzeptionelle Gesamtbild des Projekts sowie die bauliche und funktionale Gestaltung des Terminals erläutert. Weitere Themen waren die geplante Organisation des laufenden Betriebs, der vorgesehene Kostenrahmen für Errichtung und Betrieb sowie die Finanzierung des Projekts. Beide Seiten bewerteten den Austausch als äußerst bereichernd und vereinbarten, auch künftig über die Internationalen Büros der Stadt Wien in Kontakt zu bleiben.
WSE Wiener Standortentwicklung
Stadt Prag (Englisch)
Institut für Stadtplanung und Entwicklung der Stadt Prag (Englisch)
Regionaler Organisator für integrierten Verkehr in Prag (Englisch)
Wiens neuer internationaler Fernbus-Terminal entsteht